Die Chancen der Digitalisierung nutzen

Die „Digitale Agenda“ ist nun da. Kritiker sagen, sie kommt zu spät und ist nicht konkret genug. Das mag so sein. Fakt ist aber, dass damit das Thema Digitalisierung, Big Data und Cloud auch politisch nicht mehr aus unserem Leben weg zudenken ist: gewerblich und privat. Deshalb ist die eigentliche Überschrift der Agenda: Digitalisierung und Big Data nutzt uns allen aber nur mit der nötigen Sensibilität für Datenschutz und Schutz der Privatsphäre.

Eines hat die Digitale Agenda in jedem Fall erreicht: Es wird aktiv über eine „Werteordnung in der digitalen Welt“ und die „Gemeinsame Gestaltung der digitalen Transformation“ diskutiert. Ich halte allein dies schon für einen Erfolg. Zugegeben wirtschaftlich gesehen ist dies nicht noch lange nicht ausreichend aber gesellschaftlich ist es elementar. Die digitale Agenda gibt notwenige allgemeingültigen Regeln im Umgang mit dem digitalen Medium vor.

Big Data bekommt eine Legimitation

Fasst noch wichtiger aber finde ich, die Aussage, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière in seinem Beitrag in der FAZ wiederholt hat:“ … Big Data“-Analysen bieten gesellschaftliche und ökonomische Potentiale und Chancen, zum Beispiel bei der vernetzten Mobilität, im Gesundheitsbereich, beim Umweltschutz und in der Bildung“. Das ist gut und wichtig. „Wir sollten auf die Nutzung verknüpfter Daten nicht verzichten,“ sagt er weiter. Damit hebt er Big Data auf eine Ebene, in der es um gesellschaftliche und ökonomische Potentiale und Chancen geht, gepaart mit einem höheren Schutz der Privatsphäre und des Datenschutzes.
Für Unternehmen wie T-Systems stehen Big Data und Datenschutz schon immer auf einer Ebene. Das eine bedingt das andere. Mit der Digitalen Agenda treten Big Data-Lösungen wie Hadoop as a Service von T-Systems nun aus der Nische der reinen Datenspeicherung und Analyse. Lösungen, die dabei helfen, den Nahverkehr zu optimieren oder Rettungskräfte zu steuern werden nach ihrem Nutzen bewertet. Datenschutz selbstverständlich inklusive.

Schneller gesund

Es muss ja nicht gleich eine schlimme Epidemie sein wie aktuell in Westafrika, aber an diesem Beispiel kann man die gesellschaftlichen und ökonomischen Potentiale und Chancen von Big Data sehr gut aufzeigen. Würden alle Krankheitsverläufe anonym aufgezeichnet und ausgewertet, liese sich viel schneller und besser als heute die Ausbreitung bestimmen und wirkungsvoller bekämpfen. Ein gutes Beispiel ist auch die Grippe. Können Medikamente und Impfstoffe produziert und ausgeliefert werden, noch bevor die Krankheitswelle auf eine ganze Region überschwappt, erkranken in dieser weit weniger Menschen an Grippe oder sind weniger Tage an das Bett gefesselt. Dies hat ohne Frage weitreichende ökonomisch Auswirkungen. Auch aus diesem Grund steht in der Digitalen Agenda: „Die Bundesregierung will … neue Dienste unterstützen und Potenziale für das Gesundheitswesen erschließen.“

Voraussetzung ist eine hochwertige Basis

In der Digitalen Agenda heißt es weiter: „Die zielgerichtete Vernetzung wird eine bessere Diagnose und Behandlung ermöglichen. Auf diesem Weg wird Telemedizin in Zukunft die erstklassige medizinische Versorgung in allen Teilen Deutschlands, vor allem im ländlichen Raum, unterstützen“.
Daran gibt es keinen Zweifel. Voraussetzungen dafür sind jedoch eine hochwertige Infrastruktur bis zu jedem Einzelnen, eine Analyse-Engine, wie Hana oder Hadoop, die allen Sicherheitsstandards gerecht wird und – dies steht über allem – eine gesellschaftliche Akzeptanz in das verwendete System und ein Vertrauen in die Dienstleister. Dieses Vertrauen auch zu rechtfertigen, muss das Streben eines jedem sein, der mit vertraulichen Daten umgeht.

Let’s big communicate
Günther Niederreiter

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