Das Internet der Regeln

Internet der Dinge sollte eigentlich Internet der Regeln heißen. Denn ohne geht es nicht. Basis ist dabei immer der Mensch, denn er legt die Regeln fest. Oder ist es doch andersrum?

Die Jalousien fahren, wenn der Wetterbericht einen Sturm ankündigt, wie von Geisterhand herunter. Meine Werkstatt meldet sich bei mir, weil mein Auto einen Fehler übermittelt. Die Bremsscheiben haben die Tolerenzschwelle erreicht und sollten getauscht werden. Meine Aktien werden verkauft, sobald in den USA ein Unternehmen seine Bilanzen online stellt. In allen diesen Fällen basiert dies auf Regeln. Diese sind nicht einfach da, sie werden von Menschen festgelegt. Damit ist das Internet der Dinge nur vordergründig eine künstliche Intelligenz. “Herr der Dinge” zu sein, trifft auf den Menschen mehr zu als auf die Maschinen.

Auch Regeln wollen gelernt sein

Der 19. Oktober 1987 erzeugt bei dem einen oder anderen Börsianer noch immer einen kalten Schauer. An diesem Tag fiel der Dow Jones Index von 2247 auf 1738 Punkte – ein Minus von etwa 23 Prozent. Auslöser des Börsencrashs war M2M – Kommunikation zwischen Maschinen. Was wie ein wahlloses, panikartiges Verkaufen anmutete, entpuppte sich nach Börsenschluss als eine logische Konsequenz. Computer verkauften automatisiert Aktien durch definierte Regeln und Schwellwerte. Damit wurde eine Spirale in Gang gesetzt, auf die niemand mehr rechtzeitig reagieren konnte. Kritiker sahen darin den Anfang vom Ende, eines durch den Menschen beeinflusstes Börsengeschäfts. Aber nicht die Computer oder M2M waren fehlerhaft, es waren die Regeln.

Aber ohne Regeln geht es nicht, auch bei Big Data

Auch Big Data bringt keine absolute Sicherheit, dass sich Fälle wie der Börsencrash von 1987 nicht wiederholen. Jedoch wurde dank moderner Big Data-Analysen die Wahrscheinlichkeit einer undefinierten Abfolge erheblich reduziert. Heute stehen nicht nur erweiterte und spezifischere Parameter zur Verfügung, Big Data-Analysen verbessern zudem die Grundlage, um auf diese Parameter zu reagieren. Sie erkennen noch früher und genauer Veränderungen. In diese Analysen fließen in Echtzeit enorme Daten ein. Im Fall der Börse sind dies strukturierte und unstrukturierte Daten wie Unternehmens- oder Wetterdaten und dies weltweit.

Let’s big communicate
Günther Niederreiter

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