Big Data hilft beim Datenschutz

In der griechischen Mythologie wachsen Hydra, dem mehrköpfigen Seeungeheuer, die hässlichen Köpfe schneller nach, als man sie abschlägt. Ähnlich verhält es sich mit Schadsoftware, den Viren und Trojanern – den Hydras der Neuzeit. Durch deren steigenden Anzahl gewinnt das Thema Datenschutz zunehmend an Bedeutung und kann die Produktivität von Geschäftsprozessen mitunter empfindlich stören. Obwohl, gestiegene Bedeutung? Wirklich?

Wahrnehmung des Datenschutzes größer als Interesse

Nur drei Prozent der Deutschen sehen lt. einer aktuellen Umfrage des ZDFs eine Gefahr im Bereich des Datenmissbrauchs bzw. ist Datenschutz wichtig. Das Passwort “password” oder “123456? sind noch immer Spitzenreiter. Es müssen wohl genau diese drei Prozent – oder 1,6 Millionen Anfragen – gewesen sein, die am Wochenende den Server des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, lahm gelegt haben. Vergleicht man die Debatte um die NSA, kommt man etwas ins grübeln. Ist es nun ein Problem oder ist es das nicht? Es ist eins! Das unkontrollierte Ausspähen von persönlichen Daten ist eine Straftat. Doch nach über neun Monaten in denen das Thema in den Medien wummert, ist die Zahl derer die sich darum kümmern scheinbar unverändert gering.

Datenschutz ist oberstes Gebot

Jedoch steht außer Frage, dass Unternehmen wie T-Systems, die vertrauliche Daten in ihren Systemen speichern, diese niemals öffentlich machen dürfen. Denn, was scheinbar bei 97% der Deutschen im besten Fall zu Kopf schütteln führt, ist für Unternehmen unter Umständen eine Katastrophe. Geraten deren Daten in falsche Hände, so kann dies schwerwiegende Konsequenzen haben. Daher ist es für Unternehmen zwingend notwendig, die IT-Türe geschlossen zu halten und einen erfahrenen Türsteher zu platzieren.

Big Data als Virenscanner

Ein Gefahrenpotential beim Thema Zugriff, sind die Hydras der Neuzeit, allen voran Advanced Persistent Threats (APT), also der unautorisierte Datenzugriff von außen auf Unternehmensdaten. Bisher werden APTs von Antivirensoftware oder Firewalls nicht automatisch erkannt, da sie als korrekte Zugriffe gewertet werden und können so über Wochen und Monate in Firmennetzwerken agieren. Mittels einer erweiterten Big Data Analyse, erhalten die IT-Türsteher – Anti-Schadsoftware – wichtige Informationen. Virenscannen per Big Data, quasi. Big Data Tools werten dabei interne und externe Datenströme durch optimierte, aus dem Big-Data-Umfeld bekannte Techniken wie Hadoop, aus. Mit den Ergebnissen können Softwaretools die als Advanced Persistent Threats bezeichnete Angriffe aus dem Internet erkennen und verhindern.

Let’s big communicate
Günther Niederreiter

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