Jutta Rahenbrock
18. Februar 2019 0
Collaboration

Von Äpfel und Birnen….. – Unified Endpoint Management

Man soll Äpfel und Birnen nicht miteinander vergleichen. Wir alle kennen diesen Klassiker, der immer gern dann fällt, wenn Produkt X mit Produkt Y verglichen wird. Und X den Kürzeren zieht.
Was das mit Unified Endpoint Management zu tun hat?

Unified Endpoint Management (UEM) beschäftigt mich nun schon seit einigen Wochen. Ich habe die Analysten rauf und runter gelesen und alle sind sich einig: Ohne Unified Endpoint Management geht es nicht mehr. Ovum stellt in seiner Workspace Services Survey fest, dass IT-Verantwortliche die Vereinheitlichung des Managements und der Sicherheit von smarten Endgeräten und klassischen PCs auf Platz 2 ihrer Prioritätenliste haben. Forrester sieht in seinem Wave-Report UEM als entscheidendes Werkzeug, um Nutzerzufriedenheit und Sicherheit auszubalancieren (“Critical Tool To Balance Employee Experience And Security“). Gartner zu guter Letzt gibt seine magischen Quadranten für Client Management Tools (CMT) und Enterprise Mobility Management (EMM) auf und verschmilzt beide Themen in einem neuen Quadranten für UEM.

Warum Unified Endpoint Management?

UEM richtet sich nicht an den Endnutzer wie mich. Aber es sind Endnutzer wie ich, die täglich mindestens zwei (oder mehr) Geräte für ihre Arbeit nutzen, die den Umbruch auf UEM nötig machen. UEM verspricht denjenigen, die meine Business-Geräte managen, dreierlei: Bessere Transparenz und Übersicht über den Endgerätezoo, höhere Sicherheit für die Geräte (Policies werden einfach durchsetzbar) und einen geräteübergreifenden Zugriff auf Daten. Unter dem Strich: Die Beherrschung der zunehmenden Komplexität der Endgeräte. Und damit sind wir bei Äpfeln und Birnen.

Zwei unabhängige Evolutionspfade

Der klassische PC bzw. sein mobiler Nachkomme, das Notebook, sind ja mittlerweile allen vertraut. Die Tools für Client Management (CMT) haben sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt. Äpfel. Dann vor gut zehn Jahren brach die mobile Revolution aus: Smartphones lösten die Mobiltelefone ab und begannen das Arbeitsambiente zu erobern. Gewollt und ungewollt. Vorausblickende Unternehmen entschlossen sich, auch diese mobilen Geräte professionell zu managen. Dafür führten sie beispielsweise Enterprise Mobility Management (EMM) ein. Birnen. 😊 Beide Domänen haben unterschiedliche Entwicklungspfade genommen, wobei EMM die „Gnade der späten Geburt“ erfuhr. Ausgereifteres Technik-Know-how erlaubt ein in mancherlei Hinsicht einfacheres Management.

Hilfe! Mehr Geräte, höhere Komplexität

Mehr Geräte, mehr Managementplattformen. Hat ein bisschen was von „Second Screen“ oder gar „Second Team“ für diejenigen, die hinter den Kulissen die Endgeräte managen. Und das ist erst der Anfang. Wearables für Virtual Reality/Augmented Reality oder die IoT-Welt mit ihren Sensoren und Aktoren, sind die neueste Generation von Endgeräten, die ins Unternehmen hineindrängen. Also auf zum Third Screen bzw. Third Team. Die Fülle von Endgeräten kann das Management beliebig komplex machen.

Unified Endpoint Management – Simplifizierungsansatz

Kennen Sie die Apfelkisten mit diesen Einsätzen, in die die genormten EU-Äpfel so formidabel hineinpassen? Das ist professionelles, jahrzehntelang ausgereiftes Apfel (Client)management. Minimierung der Druckstellen-Erzeugung, optimale Kistenkapazitätsausschöpfung, überlegene Präsentations- und Lagermethodik 😉. Stellen Sie sich nun vor, sie würden mit denselben Einsätzen Birnen transportieren wollen. Die würden ihnen munter durch die Kisten purzeln. Zwei unterschiedliche Managementsysteme. Nicht so einfach zu vereinheitlichen.

Das ist der Anspruch von UEM. Beide Domänen werden zusammengeführt. Management klassischer Endgeräte und mobiler Endgeräte aus einer Hand. Im Idealfall vorgedacht für den flächendeckenden Einsatz auch für Endgeräte der neuen Generation.

Weg vom Endgerät, hin zum Nutzer

Zuerst werden die Anwenderunternehmen auf UEM umstellen (können), die sich heute schon hauptsächlich auf mobile oder spezielle Endgeräte und entsprechende Betriebssysteme wie Mac OS oder Chrome OS verlassen. Eine zweite Gruppe derer, die schon heute durchstarten können, sind diejenigen, die sich ihre Legacy-Systeme abgelöst haben. Die anderen – und das dürften bei Weitem die meisten Unternehmen sein – stehen mit ihren Legacy-Systemen vor einer echten Herausforderung. Wie umgehen mit Gruppenrichtlinien beispielsweise, was soll mit den etablierten Client-Management-Prozessen geschehen?

Die UEM-Zäsur ist nicht mehr und nicht weniger als ein radikales Umdenken im Sinne der Digitalisierung: Standen über Jahrzehnte die Geräte im Mittelpunkt, so verschiebt sich der Fokus nun zum Nutzer. UEM fördert und fordert kundenzentrierte Ansätze, die das geräteübergreifende Arbeiten in den Mittelpunkt stellen. Und das könnte letzten Endes zu einer besseren Nutzererfahrung führen. Äpfel und Birnen aus einem Topf sozusagen. Kompott. Könnte schmecken.

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