Uwe Pacharzina
11. Dezember 2017 0
Collaboration

Urlaubsgeschichten und Digitalisierung

So ein Pech – Bernd hätte seinem Chef niemals seine private Handynummer geben sollen. Flugs hat der herausgefunden, dass er – natürlich – auch auf WhatsApp ist („Mein Dauerstatus: urlaubsreif“) und ihn angepingt. Im Urlaub. „DRINGEND! Brauche UNBEDINGT die Unterlagen über Kunde ACME Corporate. Was hattet Ihr vereinbart? Dein Chef“. Natürlich macht das Familienidylle-Bild, mit dem sein Chef seinen Account garniert hat, die Situation nicht besser.

Bernd überlegt – Frau und Kinder toben am Pool. Er bestellt ein kühles Cola, beißt in die Zitronenscheiben-Garnitur, zwinkert schicksalsergeben in die Sonne Italiens und seufzt. Hatte er nicht? …
Unterbrechen wir an dieser Stelle ganz kurz diese Geschichte, die sich in Realität so natürlich NIEMALS abspielen würde. Dass der Chef im Urlaub was will – das wäre natürlich undenkbar. Allein schon die arbeitsrechtlichen Konsequenzen … Aber stellen wir uns nur für einen Moment vor, das würde in Wirklichkeit passieren. Also, eine Notsituation am Arbeitsplatz. Und Bernd ist gerade nicht da.

Verschiedene Blickwinkel der Digitalisierung

Digitalisierung – darüber müssen wir uns im Klaren sein – hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Wären Sie Bernd, könnten Sie das nachempfinden. Wären Sie sein Chef, würden Sie sich über die „Flexibilität“ freuen. Und die Möglichkeit, doch an die DRINGEND notwendigen Infos zu kommen.

Stellen wir uns vor, Bernds privates Smartphone wäre als „Bring-your-own“-Device im Unternehmensnetzwerk administriert. Er nimmt einen Schluck aus seiner kühlen Cola, um den sauren Geschmack aus seinem Mund zu spülen und verbindet sich mit dem WLAN seines Hotels. Über einen Tunnel greift er auf seinen Arbeitsplatz zu, öffnet den Ordner „ACME“ sucht das letzte Dossier heraus und gibt es seinem Chef frei. Mail wird automatisch ausgelöst. Collaboration live über Landesgrenzen hinweg. Fertig. Eine Sache von Minuten. Mittlerweile ist die Cola jedoch warm. Er macht einen gedanklichen Vermerk, seinen Chef bei nächster Gelegenheit um Wiedergutmachung zu ersuchen.

Aber eines muss noch sein: Er greift auf sein Postfach zu und durchwühlt seinen Mailausgang (schade, dass die Suchfunktion nach ACME mobil nicht funktioniert) und sendet seinem Chef das Mail, das er ihm vor seinem Urlaub schon mal schickte – mit dem Vermerk „Urlaubsgruß“. Ein bisschen Rache muss sein …

Dynamische Arbeitsplatzmodelle müssen zur Unternehmenskultur passen

Welche Möglichkeiten moderne Arbeitsplätze bieten, muss natürlich jedes Unternehmen für sich entscheiden. Aber die Möglichkeiten verhindern, dass wir uns mit manchen Situationen abfinden müssen. Dynamisches Arbeiten, Beschleunigung von Unternehmensprozessen – all das erweist sich in ganz einfachen Szenarien. Wichtig ist, dass der Dynamic Workplace diese Möglichkeiten innerhalb eines sicheren Rahmens abbildet. Genauso wichtig aber auch: Es braucht Regelungen, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter vor allzu viel Flexibilität schützen. Und vielleicht denen helfen, die sich in der Flut der Informationen verlieren. Da könnte künstliche Intelligenz eine Lösung sein. Bernd würde das sicher unterstützen … Und noch ein Cola. Aber jetzt mit Rum. Auf den Chef. Prost.

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