Uwe Pacharzina
13. September 2017 0
Collaboration

Ohne moderne IT-Arbeitsplätze kein “NEW Work”

New Work – was könnte da dahinter stecken? Befreiungsschlag für Büroarbeiter oder Deckmäntelchen der Rationalisierung?

Drei Faktoren beeinflussen den Wandel der Arbeit heute dramatisch: Der Markt mit seinen schnellen Entwicklungen, die Unternehmen, die neue digitale Geschäftsmodelle aufbauen müssen und die Melange verschiedener Mitarbeiter-Generationen (hier).

In diesem Umfeld müssen Arbeitgeber über neue Arbeitsmodelle nachdenken – zu diesem Schluss kommt eine Studie (hier) von Detecon vom letzten Jahr. Detecon nennt das New Work. Stichworte wie demokratische Entscheidungsprozesse (ich spüre hier einen Hauch von Holokratie (hier) ;)) und kreative Workspaces (hier) sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.

Mitarbeiter-Kreativität schafft Wettbewerbsvorteile

New WorkDie Kreativität von Mitarbeitern wird in einer Welt, in der Maschinen und künstliche Intelligenzen zusehends Routineaufgaben übernehmen zu dem zentralen Mehrwert, den Menschen einem Unternehmen bieten können. Das gilt nicht nur in Fabriken, sondern eben auch im Büro. Eine aktuelle Studie von McKinsey (hier) zeigt die Automatisierungs-Potenziale quer durch die verschiedenen Branchen.

Arbeitsplatz für Kreativität schaffen

Aber um diese Mehrwerte zu erbringen, brauchen die Mitarbeiter ein entsprechendes Arbeitsumfeld – übrigens natürlich entsprechend der individuellen Ansprüche an Tätigkeit und Vorlieben. Denn New-Work-Konzepte intensivieren die Individualisierung der Arbeit.

Und sie sind wohltuend für Mitarbeiter: Studien zeigen, dass die Mitarbeiterfluktuation deutlich niedriger, die -zufriedenheit hingegen deutlich höher ist als in vergleichbaren Unternehmen ohne New-Work-Ansätze. Sogar die Umsätze sollen höher sein (!).

„NEW Work“ fordert die IT heraus

So bewundernswert das Konzept des New Work ist – die gesetzten Rahmenbedingungen legen die Latte für die Technik ziemlich hoch. Ich sehe hier zumindest vier Dimensionen (plus eine), die klassische Bereitstellungskonzepte für IT-Arbeitsplätze herausfordern.
1. Die Arbeitsplätze müssen alles bieten, um die spezifischen aktuellen Aufgaben zu unterstützen.
2. Der Arbeitsplatz muss eine „Egal-wo“-Komponente haben. Denn das Arbeiten wird durch Mobilität innerhalb und außerhalb des Büros geprägt.
3. Der Arbeitsplatz muss die individuellen Vorlieben des Mitarbeiters bedienen.
4. Der Arbeitsplatz muss die notwendigen Tools für die Zusammenarbeit in diesen dynamischen Verhältnissen bieten, um tatsächlich schnell an notwendige Informationen und zu Entscheidungen zu kommen.
5. Natürlich wäre es auch erstrebenswert, einen solch dynamischen IT-Arbeitsplatz auch noch zu bezahlbaren Preisen zu bekommen – sonst scheitert „New Work“ schlicht und einfach an „old price“ 😉

Wer also über New Work nachdenkt, der kommt nicht umhin auch über moderne Bereitstellungsmodelle für IT-Arbeitsplätze nachzudenken. Sonst zerschellt die Vision an der Realität.

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