Uwe Pacharzina
20. November 2017 0
Collaboration

Nerven schonen mit Digitalisierung

„Das muss doch auch anders gehen“ – in der Hälfte aller Fälle, wenn ich mit Kunden oder Interessenten über Dynamic Workplaces rede, ist diese Haltung der Auslöser. Die andere Hälfte steht auf dem Standpunkt: „Das muss doch auch kostengünstiger gehen“ – das kann man nun schon rein sprachlich als eine Art Spielart der ersten Aussage verstehen.

Immer die Digitalisierung …

Meistens machen wir ja die allmächtige Digitalisierung als Auslöser für den Umbruch auf Dynamic Workplace verantwortlich. Das ist aber – wenn wir ganz ehrlich sind – eine Art Totschlagargumentation, die alles und nichts bedeuten kann. Und als Empfänger outen wir uns ungern als Nichtkenner der Digitalisierung, nicken, schauen verständig und nehmen unsere geistigen Fragezeichen wieder mit nach Hause.

Der externe Entwickler und das Großunternehmen

Viel besser sind da Beispiele. Da wird die unübersichtliche Digitalisierung plötzlich anfassbar und verständlich. Nehmen wir beispielsweise mal einen großen internationalen Konzern. Wie in jedem anderen Unternehmen auch sind hier eine Vielzahl von Applikationen am Laufen, die zum Teil eben auch individuell, selbstgestrickt sind. Und die kontinuierlich eben weiter „bestrickt“ werden. Externe Entwickler kümmern sich im Rahmen zeitlich mehr oder weniger befristeter Projekte um beispielsweise die Weiterentwicklung eines Systems zur Erfassung und Verarbeitung von CRM-Daten (SErVeC im internen Sprachgebrauch). SErVeC ist eines dieser Projekte, das nie endet. Ständig wird die Software nachgebessert und erweitert.

DigitalisierungNun brauchen die externen Entwickler Zugang zu SErVeC, müssen Rechte im Unternehmensnetzwerk erhalten und entsprechend verwaltet werden. Der klassische Ansatz: Sie bekommen natürlich ein Notebook (oder noch besser einen PC) – unter offiziellem Management des Auftraggebers. Natürlich sollen sie aber auch bei ihrem eigentlichen Arbeitgeber nicht in Vergessenheit geraten – da gibt es beispielsweise eine Stundenerfassung, Projektdokumentationen, Teamevents, Besprechungen etc. Und natürlich haben sie auch dafür ein Laptop. Haben Sie schon mal mit zwei Arbeitsplatzsystemen für zwei Arbeitgeber gearbeitet? Carlo Goldoni hat die Situation in seiner Komödie Diener zweier Herren trefflich und höchst unterhaltsam beschrieben: Truffaldino lavierend am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ich persönlich glaube nicht, dass die Situation durch die zusätzliche Komponente IT einfacher wird.

Digital Workplace: Bring your own Device schafft win-win

Eine Bring-your-own-Device-Lösung ist hierfür optimal. Der externe Mitarbeiter bringt seinen angestammten Laptop mit, der sicher in das Unternehmensnetzwerk integriert wird, erhält eine adäquate E-Mail-Adresse und den notwendigen Zugriff auf SErVeC. Mit einer Reihe von massiven Vorteilen: Nach Ende des Deputats nimmt er seinen Laptop einfach wieder mit (wie jeden Abend), wird abgemeldet und finis. Der Auftraggeber kann den eigenen Prozess für das Onboarding des externen Mitarbeiters deutlich verschlanken (ein Arbeitsplatzsystem und das Management dafür sind nicht nötig – auch keine Rückgabe). Das Arbeiten wird für den externen Mitarbeiter deutlich einfacher. Win-win sozusagen.

Und vielleicht noch mobile Nutzung?

Wenn die Applikation dann noch über eine sichere Netzwerkverbindung aus dem Unternehmens-Rechenzentrum bereitgestellt wird, öffnet sich sogar die Möglichkeit, den täglichen Stau zu umgehen und von zu Hause zu testen oder zu programmieren. Genauso übrigens wie auch die Nutzer der Applikation mobilen Zugriff erhalten. Das kommt dynamischen modernen Arbeitsmodellen entgegen.

Ist das jetzt Digitalisierung? Darüber lässt sich natürlich trefflich streiten. Aber ortsunabhängiges Arbeiten in einem dynamischen und vereinfachten Arbeitsmodell, simplifiziertes Management des Arbeitsplatzsystems – für mich hört sich das ziemlich modern an. Und ist genau das, was Dynamic Workplaces leisten können.

Wie soll der Dynamic Workplace beschaffen sein, der Unternehmen für die Zukunft aufstellt? In einem White Paper haben Benny Tritsch und Brian Madden das Thema für uns erarbeitet. Hier geht es zum Download.

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