Mixed Reality wird businesstauglich

Noch nicht mal drei Jahre ist es her, da waren Pikachu, Raupy, Rattikarl und ihre Freunde in aller Munde bzw. Smartphones. Pokemon Go hatte auch in Deutschland ein grassierendes Augmented-Reality-(AR)-Fieber erzeugt. Menschen verließen ihre heimischen Wohnzimmer, wedelten mit Smartphones durch die Luft, trafen sich an Pokestops und brachten die Plattform zum Absturz.

Es sind Erfolgsbeispiele wie Pokemon Go, die Collaboration-Experten von Gamification-Elementen träumen lassen. Öde Telefonkonferenz? Aber nicht doch: Werden Sie Hauptdarsteller eines Live-Business-Movie.

Augmented Reality als Gamification-Element

Tatsächlich können AR-Elemente typische Web- oder Videokonferenzen mit neuen Funktionen anreichern, die das gemeinsame Entwickeln von Ergebnissen erleichtern. Stellen wir uns nur vor, wir würden nicht wie in einer Webkonferenz eine Powerpoint präsentieren und diskutieren. Dann muss der Präsentator live die (undurchsichtigen und unverständlichen) Anweisungen seiner Gesprächspartner auf der besprochenen Folie umsetzen. Wie viel einfacher wäre es, der Gesprächspartner könne das selbst machen! Und zwar ohne Maus, einfach mit seinen Fingern. Texte würden per Sprachassistent hinzugefügt oder korrigiert. Ob das Ergebnis dadurch besser wird, lasse ich dahingestellt. Agiler wird der Umgang miteinander allemal. Und möglicherweise unterhaltsamer.

Mixed Reality, so der aktuelle Terminus für die Fülle verschiedener Realitätsanreicherungs- oder -ersatzfantasien, äh, -techniken, spielt vor allem dort seine Stärken aus, wo über Distanzen intensiv zusammengearbeitet werden muss.

Augmented Reality im Service

Ein typisches Beispiel, das uns immer häufiger begegnet, sind Support-/Servicetätigkeiten. Statt Experten kreuz und quer über den Globus reisen zu lassen, um beispielsweise Probleme bei Maschinen zu beheben oder Wartungsarbeiten durchzuführen, können diese per Mixed Reality virtuell in Sekundenschnelle als Last-Level-Support an andere Kontinente reisen. Die AR-Brille verschafft dem Experten in Deutschland einen direkten Einblick in die betroffene Maschine, er leitet die „Hände“ und „Augen“ vor Ort zur Reparatur so an, als ob er dort wäre (aktuelle Betriebsdaten entnimmt er seinem Backend in Deutschland – siehe mobile Prozesse). Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Servicetechniker kann trotz zweier oder dreier Reparaturen (statt einer) an einem Tag den Feierabend daheim auf dem Sofa verbringen (natürlich könnte er auch von dort arbeiten 😉), beide Unternehmen sparen einen Haufen Reisekosten. Der Business Case sollte sich rechnen. Denkbar sind Augmented/Mixed Reality Funktionen auch bei Projekten, in denen allgemein Dinge gebaut, designt oder positioniert werden sollen. Was sich übrigens im Fall von Wearables wie Smartwatches und Fitnessbändern noch nicht herauskristallisiert hat, die mit großen Erwartungen gestartet sind. Trotz großartiger Absatzzahlen für Wearables insgesamt (27,5 Prozent Anstieg 2018 auf 172 Millionen Stück) haben sie den Durchbruch im Business noch nicht geschafft. Vielleicht ist ihr Funktionalitätsgewinn zu gering (s. Networkworld).

Stellen wir uns nur vor, Arthur Hailey hätte 1956 bereits die AR-Brille gekannt. Sein Buch „Flug in Gefahr“ (sie wissen schon Piloten mit Lebensmittelvergiftung usw.) und die folgenden Verfilmungen wären nicht denkbar geworden 😉. Jeder x-beliebige Fluggast hätte das Steuer in die Hand nehmen können und angeleitet von einem erfahrenen Piloten im nächsten Tower das Flugzeug sicher gelandet. Das Kit könnte heutzutage sogar mit einem Satz Handschuhe angereichert werden, das beim Bewegen der entsprechenden Hebel hilft. Eine fantastische Idee für Fluglinien, um Geld zu sparen … Autonome Flugzeuge mit Passagier-Self-Service-Steuerung …

Ich bin gespannt, ob ich noch eine Augmented-Reality-Konferenz in meinem Berufsleben miterleben kann. Aber wenn Sie mal Testteilnehmer suchen: Ich wäre dabei 😉. Der Gedanke, dabei zu sein, auch wenn ich ganz woanders bin, hat etwas Berauschendes.

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