Oliver Nuhn
24. September 2018 0
Collaboration

Meet you at Starbucks

Neulich meldete sich ein alter Freund, den ich Jahre nicht gesehen hatte – wir sollten uns mal wieder treffen. Wie das so ist bei den vielbeschäftigten ICT-Menschen, vereinbarten wir uns für ein Treffen am Bahnhof. Und wo da? Natürlich bei Starbucks. Das hat den Vorteil, dass man keine großen Erklärungen braucht. Und dass es freies WLAN gibt. Immer wenn solche „außerplanmäßigen“ privaten Treffen mit Freunde auf der Durchreise anstehen („Ich bin auch gerade in Frankfurt. Habe 30 Minuten Zeit. Wie sieht’s aus?“), greife ich zu diesem Prozedere.

Starbucks für Business-Meetings

Nun aber lese ich https://www.raconteur.net/alternative-office-2018, dass die Consumerization weiter fortgeschritten ist, als ich zu denken wagte. Der private Trend dringt ins Berufsleben ein. Und die Cafés als Ausweichbüros werden zum vierten „Hotspot“ des Berufslebens – neben Office, Home Office und dem Auto/Zug. Glauben Sie nicht? Es gibt zumindest handfeste Indizien dafür. Mittlerweile setzen offensichtlich 27 Millionen Nutzer auf SAP Concur für ihre Reiseplanung und – für uns interessanter – ihre Reisekostenabrechnung. Dort fallen jeden Monat immerhin 10.000 Meetings bei Starbucks an. Ob da alles korrekt verbucht ist, lasse ich mal dahingestellt. Aber damit wäre Starbucks tatsächlich eine Top-Lokation für auswärtige Business-Meetings.

Wenn Sie an dieser Stelle aufschreien (entweder wegen der Ungerechtigkeit, dass das bei Ihnen nicht geht oder ob der Tatsache, dass ich hier zu weit in die Welt der Fiktion abdrifte): Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass die Kultur in UK von der in Kontinentaleuropa abweicht. Kann sein, dass sich der Trend nie so recht durchsetzt, aber wer kann schon in die Zukunft schauen …

Wenn also Ihnen auch mal kurzfristig das Büro ausfällt (kleiner Brand, Wasserschaden, Handwerkerbesuch oder die lauten Kollegen 😉 ) haben Sie mit dem Café um die Ecke eine wirkungsvolle Alternative – die beim Besucher möglicherweise noch ein besonderen Eindruck hinterlässt. Nur – wie kann man in einem solchen öffentlichen Büro eigentlich vernünftig arbeiten? Ich meine, wenn es um mehr als ein reines Gespräch geht.

Collaboration: Sicher auf Unternehmensinterna zugreifen

Für viele Berufstätige sind Offline-Nutzung von Laptop und ein bisschen Smartphone-Einsatz das höchste Gefühl des dynamischen Arbeitens. Und seien wir ehrlich: Damit kann man schon recht viele Anforderungen bedienen. Aber was ist, wenn sie vor Ort im Gespräch plötzlich Daten aus irgendwelchen internen Datenbanken brauchen? Beispielsweise ihre Deal-Datenbank oder CRM-Daten von Kunden? Oder einen Artikel aus dem Intranet?

Solche Leistungen und Informationen in einem quasi öffentlichen Raum bereitzustellen, bereitet Unternehmen nicht zu Unrecht doch gehörige Bauchschmerzen. „Da kann ich mich ja gleich auf den Markt stellen und die Unternehmensgeheimnisse dort verkünden“, sagte einmal ein Gesprächspartner zu mir.

Natürlich gehören zwei wesentliche Komponenten zu einer solch weitentwickelten Collaboration-Kultur (Any everything anywhere ;)) – zum einen qualifizierte Mitarbeiter, die mit Unternehmensinterna auch im öffentlichen Umfeld souverän umgehen, zum anderen technische Lösungen, die einen sicheren Austausch oder Zugriff auch über öffentliche Netzwerke möglich machen. Klar ist, dass zu einer erfolgreichen Collaboration-Strategie beides gehört: Mensch und Maschine, wenn man so will.

Technik für Agilität und Sicherheit

Die Technik bietet heute bereits eine Fülle von Optionen, um sichere, authentifizierte Zugriffe auf Unternehmensressourcen zu ermöglichen. Auch in den immer noch als gefährlich geltenden Funknetzwerken. Um zwei etablierte Methoden zu nennen: Die Apps der mobilen Geräte verschlüsseln die Kommunikation zu den zentralen Systemen heute schon standardmäßig; Office-Rechner bauen sichere VPN-Verbindungen über das lokale WLAN auf und tunneln darin sicher die geschäftskritischen Informationen. Dem nächsten Meeting bei Starbucks steht also nichts mehr im Wege.

Wenn sie mich zum nächsten Meeting einladen: Ich nehme einen doppelten Cappuccino und dazu noch eines von diesen leckeren Törtchen. Business-Agilität und Kaffeespezialitäten sind eigentlich keine so schlechte Mischung. Also: See you at Starbucks – mit gutem Collaboration-Gewissen.

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