Dr. Michael Pauly
15. November 2018 0
Collaboration

Himmelfahrtskommando der Collaboration

„Wir wollen unseren internationalen Footprint vergrößern. 300 neue Shops in den USA, Kanada und Asien“ – formuliert die Geschäftsführung eines europäischen Retailers. Das klingt ambitioniert. Aber ist nicht die ganze Geschichte: „In drei Monaten“. Ein echtes Himmelfahrtskommando.

Mag sein, dass das jetzt ein wenig zugespitzt ist oder eben ein Extrembeispiel. Aber aus der Luft gegriffen ist das nicht. Für mich sind solche Anforderungen, die sich aus business-strategischen Überlegungen ergeben, das, was wir häufig hinter der Wortblase der Agilität verbergen. Und – Ihnen ist es sicher aufgefallen – ich habe bislang noch kein ICT-Vokabular wie IT, Telekommunikation oder Collaboration verwendet.

ICT-Dienste müssen das Business ermöglichen

Die kommen erst jetzt ins Spiel. Solcherlei schwerwiegende oder grundlegende Business-Entscheidungen ziehen einen Rattenschwanz von Anforderungen hinter sich her. Der jeweilige Projektleiter weiß davon ein Lied zu singen – und wird vermutlich nachts von den ungelösten Herausforderungen träumen, die in der laufenden Woche noch zu lösen sind. Beispielsweise eine schnelle TK-Anbindung für die neuen Filialen. Oder die Bereitstellung von Software an den Standorten – für Kassen, Lagerhaltung, Planung, etc. Vielleicht sogar die Bereitstellung von Collaboration Services.

In drei Monaten? Ich stelle mir die Gesichter derjenigen vor, die gerade frisch mit dieser Anforderung konfrontiert werden: „Wo ist die versteckte Kamera?“, „Ich brauche Psychopharmaka“, „Es wird Zeit für einen neuen Job“ – nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge.

Kosten für Collaboration beschränken

Und weil das der Anforderungen nicht genug ist – weitere Rahmenbedingung – darf der Rollout auch kein Vermögen kosten. Schließlich soll der Business Case ja schwarz sein, nicht tiefrot.

Schnell, weltweit, kostengünstig; das sind ja drei Wünsche auf einmal … geht denn das? Die Antwort wird Sie kaum überraschen. Ja, das geht, wenn man auf Schnickschnack (ohne das despektierlich zu meinen) verzichtet. Mit einer Standardlösung aus der Cloud, die via Netz (das ebenfalls als Standard software-definiert bereitgestellt wird) an die verschiedenen Lokationen geliefert wird.

Die Cloud-Lösung läuft bereits, sie muss nur geliefert werden. Und natürlich – wie sich das für eine Cloud gehört – skalieren. Aber das ist Sache des Providers. Mit dem On-Demand-Modell erhält der Retailer in diesem Fall sogar zusätzlich Kostentransparenz und das Investitionsrisiko sinkt. Weil nur genutzte Leistungen bezahlt werden.

Nutzer abholen – Echtzeit-Erfahrung ermöglichen

So weit, so gut. Wir sollten aber nicht vergessen, dass gerade Unified Communication and Collaboration ( UCC)-Lösungen das Flaggschiff der Echtzeit-Applikationen sind. Zeitliche Versätze durch Latenzen oder schlechte Sprachqualität sind gewöhnungsbedürftige Effekte für die Spezies Mensch, die eben gerne diskutiert – auch am Telefon oder in Webkonferenzen. Solange unsere Gehirne evolutionär noch nicht so weit sind, dass sie Ton und Bild wieder synchronisieren, die auseinandergefallen sind, muss das die Technik übernehmen (Quality of Service). Sprich: Die Netze müssen eine entsprechende Dimensionierung haben.

Collaboration aus der Cloud – im Greenfield-Ansatz sicher eine fantastische Möglichkeit. Leider bietet uns die Realität zu wenig dieser Greenfields. In den meisten Szenarien werden Cloud-Collaboration-Tools eher der bestehenden Landschaft beigemischt, um neue Funktionalitäten zu erschließen. Dann beginnt der Spaß der Integration. Meine Kollegen haben das Thema Collaboration Services aus der Cloud in einem kurzen White Paper skizziert. An einigen Anwendungsbeispielen erklären sie u.a., wie und wo Cloud Services ihre Stärken ausspielen können. Das White Paper ist hier verfügbar.

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