Eine kleine Geschichte des Endgeräte-Managements

Die goldenen Zeiten des Personal Computers sind vorbei. 2018 wurden „nur“ noch knapp 260 Millionen traditionelle PCs verkauft – die insgesamt fallende Tendenz setzt sich fort. Doch die IT-Dinos weigern sich beharrlich auszusterben. Ich meine: 260 Millionen ist ja nicht Nichts. PCs sind und bleiben – zumindest für den Moment – ein etablierter und vielleicht sogar unverzichtbarer Teil unserer Arbeitswelt.

Client Management bewältigt den Massentrend

Und das waren sie auch schon 2001 – damals wurden zwar nur 125 Millionen von ihnen verkauft, insgesamt war aber bereits eine Milliarde Geräte im Einsatz. Der Löwenanteil davon im Business. Wahrscheinlich gehen die Stereotypen von den unter der Arbeitslast ächzenden IT-Abteilungen zurück auf die damalige Zeit. Es war höchste Zeit für Entlastung: Die Stunde der Systeme für Client Management oder PC Lifecycle Management hatte geschlagen. Professionelles und effizientes Management hieß die Parole. Und in den gut 20 Jahren bis heute sollten diese Werkzeuge immer ausgefeilter und umfangreicher werden – hin zu den umfassenden Suiten, die wir heute kennen.

Zusätzliche Herausforderung: mobile Endgeräte

Damals noch ein Mauerblümchen: Mobile Geräte – womöglich kabellos „vernetzt“. 1999 bildete sich die WiFi-Alliance, der 802.11a/b-Standard wurde eingeführt. Die weitere Entwicklung ist bis dato ein Erfolgsbeispiel ohne Gleichen. Längst gilt „mobile first“ als eine der Maximen des modernen digitalen Arbeitsplatzes. Den globalen Absatz von Smartphones schätzt IDC 2018 auf etwa 1,4 Milliarden Stück. Damit kommen auf einen traditionellen PC etwas mehr als fünf Smartphones. Von denen – das behaupte ich einfach mal so – ein Teil ebenfalls im Business-Einsatz gelandet ist.

Natürlich haben Smartphones ihre Business-Bedeutung nicht erst 2018 erhalten. Die Tage, in denen sich Unternehmen durch die Ausgabe von Mobiltelefonen an ihre Mitarbeiter als besonders innovativ erwiesen, sind ebenfalls schon leicht angestaubt. „The history book on the shelf is always repeating itself“ – auch Smartphones mussten irgendwann gegen Ende der ersten Dekade unseres Jahrhunderts professionell verwaltet werden. Das Mobile Device Management war geboren. Und damit hie und da ein zweites Team, das sich um die Verwaltung von Endgeräten im Unternehmen kümmerte.

Nächster Schritt: Unified Endpoint Management

Aber wie geht man mit verschiedenen Betriebssystemen und Geräten verschiedener Hersteller um? Manche Unternehmen lösten dieses Problem wie der Arbeitgeber meines Nachbarn damals: „Hier haben Sie Ihren Blackberry“ „Oh, das ist aber was Edles. Geben Sie mir lieber das günstigste Gerät, das Sie haben.“ „Genau, hier ist Ihr Blackberry …“ – eine 1-Geräte-Strategie vereinfacht natürlich das Management der mobilen Endgeräte drastisch, aber sie kann kaum moderne Konzepte wie Bring Your Own Device etc. unterstützen. Die Graswurzeldemokratie in den Unternehmen führte dazu, dass Management-Tools entstanden, mit denen auch ein ganzer Mobilzoo (über Blackberry hinaus) verwaltet werden konnte. Die Idee des Enterprise Mobility Management (EMM) war (so um 2015) geboren. Sie ist maßgeblich bis heute.

Die Dinge greifen an – und rufen nach der nächsten Plattform

Und morgen kommen die Dinge und mit ihnen eine dritte Verwaltungsplattform. Die Verzweiflung ist mit Händen zu greifen. Kein Wunder, so IDC, liebäugeln 61 Prozent aller Unternehmen damit, die existierende EMM-Plattform für IoT-Zwecke zu instrumentalisieren. Abhilfe könnte UEM schaffen, Unified Endpoint Management. UEM erzählt die Geschichte von EMM nach – nur eben für verschiedenartige Endgeräte. Statt verschiedener mobiler Endgeräte und Betriebssysteme integriert sie mobile und stationäre Endgeräte – und bietet die Perspektive auch zukünftige Endgeräte wie AR/VR-Brillen, intelligente Haustechnik, Smart Watches & Co. sicher zu verwalten. Aus einer Hand. UEM ist der Status Quo der Endgeräte-Verwaltungsreise bis dato.

Die Frage ist, was danach kommt. Das ultimative Verwaltungstool für alles? Das vielleicht auch gleich den Fuhrpark des Unternehmens managt? 😉 Und die Produktionsmaschinen? Die Drohnen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass UEM nicht das Ende der Evolution des Endgeräte-Managements ist. Aber es ist momentan die Lösung, die die besten Zukunftsaussichten hat. Was in fünf Jahren sein wird? Fragen Sie mich dann nochmal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Pflichtfeld

 
 

Twitter

tsystemsde @tsystemsde
Die #SAP-Community trifft sich auf dem DSAG 2019. T-Systems stellt erfolgreiche SAP-Projekte vor. Um 17:45 Uhr in R… https://t.co/cwJmYBikGr
Deutschland kann ein #5G-Pionier sein: #TSystems-CEO Adel Al-Saleh (@adel_al_saleh) sprach auf der Eröffnungsfeier… https://t.co/SZ4mFQVQuN
Alles im Blick: Wie kann man große Außenlager mit moderner Technik effizienter überwachen? #TSystems-Experte Lars V… https://t.co/rfuAwmh719
Consumer Experience im Arbeitsleben – alles rund um Service Automation im Personalbereich erfahren Sie beim… https://t.co/6UwYdaGaXq
Software Defined Wide Area Networks bieten vor allem eines: Flexibilität. Dank einer neuen Partnerschaft mit… https://t.co/7kJXqHt9dN
#Smart City-Lösungen werden zu einem neuen Markt für Versorgungsunternehmen, vor allem in mittelgroßen europäischen… https://t.co/iEf3g11guy
#TSystems hat den “Rising Star of the Year”-Award des @AWS_DACH Partnernetzwerks erhalten. Jetzt mehr über das Rund… https://t.co/tSz106LrJR
Das #SAP Leonardo-Exponat „Connected Greenhouse“ auf der DSAG 2019 zeigt ein modernes, intelligentes Unternehmen au… https://t.co/hOczb56x0c
Dank einer #Verschlüsselungssoftware können nun auch mit dem #iPhone vertrauliche Gespräche geführt werden. Die von… https://t.co/IZAMs5Na47
Load More...