Uwe Pacharzina
9. Oktober 2017 0
Collaboration

Der Desktop ist tot!

Der Desktop ist tot (hier)! Haben Sie schon mal gehört, oder? Sehr zukunftsorientierte Nutzer stellen ihren scharfen visionären Blick mit solchen und ähnliche Thesen gerne mal in den Raum („Mobile first ist zu wenig – mobile is the one and only!“)

Der Desktop-PC hält mobilen Devices Stand

So gerne ich auch mein Smartphone oder auch ein Tablet nutze – in dem Moment, in dem ich konzentriert arbeiten will, ist „Schluss mit lustig“. Vielleicht bin ich da auch schon etwas zu alt. Aber ein Konzept zu entwickeln, eine Präsentation zu designen, einen Text zu schreiben – für all das nutze ich am liebsten eine große Tastatur und – bisweilen auch gern – einen großen Bildschirm. Kollegen von mir nutzen sogar mehrere. Diese Benutzererfahrung lässt sich auf einem mobilen Gerät mit Touchscreen nur schwer replizieren.

Revolutionäre Einfachheit vs. ausgereifte Sicherheit

Hier müssen wir allerdings auch fair sein. Die Einfachheit von Apps & Co. ist natürlich revolutionär für das Business-Umfeld, das unter der Ägide von Windows in Jahrzehnten ein zugegeben hohes Maß an Nutzerfunktionalität erreicht hat. Bisweilen vielleicht sogar ein überzogenes Maß. Und einen Haufen Verwaltungs- und Sicherheitsfunktionalität, die die Applikationen manchmal ein wenig sperrig machen.  Aber eben auch „Business-Niveau“ garantieren.

Mobile Apps sind dagegen noch jung. Erst seit wenig Jahren existent. Mit ihrem frischen Ansatz mischen sie das Arbeiten auf. Allerdings müssen sie beispielsweise in puncto Sicherheit und Serviceverfügbarkeit, Support, Funktionsfülle noch ein wenig lernen. Sowie in Integration. Denn der Erfolg der App liegt in ihrer Kapselung. Und das bedeutet auch, dass bekannte Programme aus der Desktop-Welt nicht einfach als mobile App bereitgestellt werden. Erinnern Sie sich nur daran zurück, wie lange Microsoft gebraucht hat, um Office für iOS und Android herauszubringen. Die Software musste von Grund auf neu programmiert werden. Der Traum einer reinen App-Welt hat seine (virtuellen) Hürden.

Der Mix macht’s – und muss gemanagt werden

Damit wird der perfekte Arbeitsplatz kontextsensitiv werden. Je nach Situation und Anforderung findet das passende Gerät seinen Ort. Das Smartphone unterwegs, das Tablet möglicherweise für Präsentationen oder Diskussionen und der gute alte PC/Laptop für die umfassenden und ruhigen Arbeiten – auf die wir auch in bewegten Zeiten nicht verzichten können.

Mag sein, dass ein Ronaldo eine ganze Mannschaft aufwiegt, aber ein gutes Fußballteam hat mehrere Spieler – jeden für seinen Zweck. Ich denke, am Arbeitsplatz ist das genauso. Jedes Device, jede Software hat ihren Zweck – aber verknüpft für ein optimales Arbeitsumfeld. Das muss natürlich auch im Hintergrund effizient und ganzheitlich gemanagt werden. Damit ist der PC keineswegs tot. Vielleicht verliert er jedoch seinen angestammten Platz als Dreh- und Angelpunkt der Arbeit. Aber mit Sicherheit bleibt er eine zentrale „Anspielstelle“ im Arbeitsplatz-Mix. Der Desktop ist tot? Es lebe der Desktop!

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