Uwe Pacharzina
23. Januar 2018 0
Collaboration

DASH it! Digitale Transformation mit Knöpfen

Hausfrauen früherer Zeiten haben sich bevorratet: Butter, Mehl, Milch, Zucker standen in Keller oder Speisekammer – alles Dinge, die ein Haus ständig braucht. In der Zeiten der digitalen Transformation sieht man das nicht mehr so eng: Zack – und ab geht die Bestellung. Amazon hat 2016 Dash Buttons eingeführt, um das Bestellen so einfach wie möglich zu machen. Ob man solche Buttons auch für Workplace Services einsetzen kann?

Dash Buttons im Unternehmensumfeld

Sie haben es sicher gemerkt – das war natürlich eine rhetorische Frage. Verbrauchsmaterialien gibt es in Büros haufenweise. Das mögen nun nicht die beiden großen K des Konsum sein: Klopapier und Katzenfutter (zumindest letztes nicht). Aber an zentralen Druckern oder auch in Besprechungsräumen: Papier, Toner, White-Board-Marker – all das hat eine sehr endliche Lebensdauer. Besonders Papier scheint bisweilen wie von Zauberhand zu verschwinden, weil mancher Kreative auf die Schnelle einen Haufen Notizpapier braucht oder das Marketing auf die Schnelle ein überlebensgroßes Plakat für die nächste GF-Präsentation zusammenbasteln will.

Komplette Prozesse abbilden

push the buttonDash Buttons sind die neuen kleinen „Einkaufshelfer“ – und sie zeigen anschaulich, was digitale Transformation bedeutet. Konzeptionell sind das allerdings pure Silo-Lösungen, zugeschnitten auf einen Zweck und einen Hersteller. Jeder Hersteller denkt hier nur an sich und der Käufer wird an einen klaren Vendor Lock-in gebunden – und Amazon bietet die Plattform, indem alle Käufe über dessen Plattform abgewickelt werden. Eine Marke, ein Dash Button. Ich mag mir die Zukunft meiner Wohnung gar nicht vorstellen: Dash Buttons für Klopapier und Flüssigseife auf den Toiletten, Dash Buttons für Shampoo, Spülung, Waschmittel und Taschentücher im Bad, Dash Buttons in der Küche für Spülschwämme, Spülmittel, Tee und Kaffee. Die Invasion der Dash Buttons … In den USA sind bereits über 100 solcher Buttons verfügbar (hier).

Digitalisierung: Vereinfachung und User Experience

Aber für das Unternehmensfeld – auch für Workplace Services – können wir davon lernen: Ein klare Vereinfachung der Bestellprozesse für Verbrauchsmittel über Dash Buttons – warum nicht? Es muss ja nicht überhand nehmen. Mit Papier und Toner (und meinetwegen Toilettenpapier – aber das wäre nur indirekt Workplace ;)) könnte man einen Anfang machen. Statt Tickets aufzugeben, zu telefonieren oder Mails zu versenden, könnte der ganze Prozess in einen einzigen Knopfdruck gepackt werden. Und in dem Moment, in dem die Notwendigkeit für eine Bestellung akut erkannt wird, ausgelöst werden: Papier fehlt. Zack. Bestellt. Simplicity rules – eine der Maximen der digitalen Transformation. Und gleichzeitig werden die Prozesse automatisiert, die Kosten gesenkt.

Das wird sich natürlich nur dort rechnen, wo große Mengen einer Güterart kontinuierlich verbraucht werden, denn der wahre Kostenreiber ist natürlich nicht ein einfaches Device, das über WLAN ins Unternehmensnetz eingebaut wird, sondern die Integration der Aufträge in die existierenden Bestellprozesse, Berechtigungen etc. Aber lassen Sie uns das mal im Hinterkopf behalten. Digitale Transformation am Arbeitsplatz darf auch über Dash Buttons nachdenken. Wofür würden Sie sich Dash Buttons wünschen?

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