Uwe Pacharzina
15. November 2017 0
Collaboration

Aber bitte ohne Sahne – Dynamic Workplace goes Classic

Wenn ich zum Friseur gehe, dann bietet Yvonne mir immer das volle Programm an: „Schnitt mit Waschen, Föhnen, Legen, Kopfmassage und etwas Gel?“. Und jetzt schauen Sie bitte mal mein Bild an, welches Sie über diesem Blog begleitet. Glauben Sie wirklich, dass ich das alles brauche? Nach kurzer, aber heftiger Diskussion packt Yvonne dann meist ihre Maschine aus, sie murmelt etwas von „13 Millimeter“ und dann fliegen die Haarteile. Innerhalb weniger Minuten bin ich dann wieder im Standardzustand angekommen. Und die Kosten liegen deutlich unter denen von Waschen, Kopfmassage & Co.

Dynamic Workplace und Kundenwunsch

Mit unserem Dynamic-Workplace-Angebot ging es uns ganz ähnlich. Natürlich redet alle Welt von der Digitalisierung und erwartet auch einen digitalen Arbeitsplatz aus der Cloud – zumindest strategisch. Aber wenn wir dann in eine reale Kundensituation hineinkommen, dann zeigt sich häufig: ein klassischer Arbeitsplatz mit lokaler Installation eines aktuellen Office-Pakets steht in vielen Fällen viel höher auf der Wunschliste. Ganz ohne Virtualisierung und Cloud. Was also tun als Provider, der seine Kunden ernst nimmt?

Klassik meets Cloud

Future WorkerDie Erwartungshaltung annehmen und ernst nehmen. Also haben wir in dieser neuen Version des Dynamic Workplace unsere Bandbreite in die Vergangenheit verlängert: klassische Arbeitsplätze. Bedeutet für uns aber, dass wir als Provider unsere Prozesse für dieses Szenario erweitern müssen. Für den Kunden jedoch bedeutet das, dass er einen einfachen, „rohen“ – und dabei kostengünstigen – Arbeitsplatz bekommt. Dabei geht es aber nicht nur ums Geld. Bei dieser Entscheidung für einen „Arbeitsplatz von gestern“ spielt auch die Unternehmenskultur (hier) eine Rolle. Manche Organisationen brauchen Zeit für Veränderungen, manche Arbeitsplätze haben wenig bis gar keine Anforderung für den „neuesten Schnickschnack“ (O-Ton). Digitalisierungs-Dynamik hat ihren Platz und ihre Berechtigung aber eben nicht für jeden Mitarbeiter. Kopfmassage ist schön, Gel vermutlich auch, aber ein ordentlicher Haarschnitt geht auch ohne.

Die Arbeitsplatz-Realität abbilden

Damit sind wir jetzt in der Lage alle Szenarien zwischen klassisch und voll-virtualisiert zu bedienen – auch realistische Kombinationen daraus, sprich hybride Ansätze. Das entspricht der heutigen Realität. Mit diesem Start kann dann ein sanfter Übergang von der realen Klassik-Arbeitsplatzwelt in Virtualisierung und Cloud gelingen.

Wichtig ist dabei, noch vor der Virtualisierung, die Standardisierung von Leistungen und Prozessen. Eben wie Henry Ford das vorgedacht hat. Allerdings müssen wir im 21. Jahrhundert weiterdenken als Henry Ford. Weniger Menschen, die einzelne Teile anschrauben, stattdessen mehr Automatismen, mehr Standardmodule, mit denen ein Basis-Arbeitsplatzes dann gegebenenfalls (temporär und dauerhaft) nach und nach aufgerüstet werden kann.

Cloud bleibt die Perspektive

Erst am Ende dieses Wegs steht dann – wo nötig und sinnvoll – eine komplett virtualisierte Arbeitsplatz-Infrastruktur aus der Cloud. Dieses Ziel sollte man – auch als Anwender, der heute den Bedarf noch nicht hat – nie aus den Augen verlieren. Gut, wenn dann die Basis dafür schon gebaut ist.
Auch in unserem White Paper über Arbeitsplatz-Transformation kommt der Clash von heute und morgen zur Sprache. Schauen Sie mal rein, wenn Sie Impulse brauchen, welche nächsten Schritte Sie mit Ihrem Arbeitsplatz gehen wollen (hier).

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