Ingo Notthoff
24. März 2014 0
Cloud

Die Cyber-Polizei von RTL: CSI bekommt Zuwachs

Mit dem US-amerikanischen Erfolgsformat „CSI – Crime Scene Investigation“ kann ich eigentlich nicht viel anfangen. Doch das könnte sich bald ändern. Aufmerksame TV-Serienjunkies wissen sicher schon Bescheid: CSI bekommt Zuwachs. Noch im Frühjahr soll in den Vereinigten Staaten ein neuer Spin-off anlaufen. Im Zentrum der Handlung: Gefahren durch Angriffe aus dem Netz, die FBI Cyber Crime Division und natürlich die Ermittlerin Avery Ryan. Cyber-Kriminalität als Leinwandstoff.

CSI ist seit Jahren einer der Quotenbringer von RTL. Ist das Thema ICT-Security jetzt also in der Mitte der Gesellschaft angekommen? Hoffentlich ja! In jedem Fall schafft eine solche Serie zur besten Sendezeit Aufmerksamkeit bei einem breiten Publikum. Und das ist erst einmal gut. Denn viel zu selten erreicht die Bedrohung durch Cybercrime – ein Massenphänomen – auch wirklich Gehör bei der Mehrheit.

Jedes dritte deutsche Unternehmen ist Opfer von Cyber-Angriffen

Auf der CeBIT 2014, die ja erst vor ein paar Tagen zu Ende gegangen ist, wurden nicht nur neue ICT-Security-Lösungen präsentiert – es wurden auch die Gründe für ihren Einsatz unterstrichen. So ist laut BITKOM in den vergangenen 24 Monaten fast jedes dritte deutsche Unternehmen Opfer von Cyber-Angriffen geworden. Andere Studien aus der letzten Zeit sprechen übrigens von noch höheren Zahlen. Und ohnehin wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen, wenn es um gezielten Datendiebstahl und das Einschleusen von Schadprogrammen geht. Dennoch gehen viele Unternehmen das Thema nicht aktiv an.

Schlafen Sie bei offener Haustür?

Aber warum? Übertragen Sie die Bedrohung durch Cyber-Angriffe doch einmal auf die „Offline“-Kriminalität. Sie würden sich Ihres Lebens nicht mehr sicher fühlen. Und deshalb schlafen Sie ja auch nicht bei offener Haustür. Denn Einbrüche können teuer werden, setzen ganze Existenzen auf’s Spiel. Cybercrime-Vorfälle kosten Unternehmen Millionen, sie zerstören Arbeitsplätze und belasten Reputation und Kundenbeziehungen. Der Sicherheitsanbieter Kaspersky hat errechnet, dass ein schwerer Vorfall ein großes Unternehmen rund 650.000 US-Dollar kostet. Gar nicht zu sprechen vom Vertrauensverlust bei Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern.

Ein Fort Knox für Unternehmens-Daten

Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Geschäftsprozessen macht ICT-Infrastrukturen zu einem lohnenden Angriffsziel. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Das Fort Knox für Datensicherheit muss erst noch erfunden werden. Aber gerade deshalb müssen Unternehmen jetzt ihre IT transformieren. Ein durchgängiger Schutz vor Cyber-Attacken – auch mobil und unternehmensübergreifend – ist unumgänglich. Wer IT-Security-Leistungen dynamisch über die Cloud bezieht, kommt dem aktuellen „State of the Art“ schon sehr nahe.

CEOs sollten sich bewusst machen, dass im Fall der Fälle keine reizende CSI-Agentin im engen Zweiteiler vor ihnen steht. Sondern eine wütende Masse enttäuschter Kunden, die ihrem Ärger mit großer Wahrscheinlichkeit schon längst über soziale Netzwerke Luft gemacht hat. Sowie irritierte Geschäftspartner und verunsicherte Mitarbeiter. In manchen Fällen ist der Schaden sogar irreparabel.

Wenn den gedanklichen Anstoß dazu eine TV-Serie gibt (und keine repräsentative Studie) – geschenkt. Beim Thema Unternehmenssicherheit zählt das Ergebnis.

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