Hermann Hänle
18. Oktober 2017 0
Automotive

Von Drohnen und falschen Trackern

„Was geht, Alter?“ – ich bin nicht so der Riesenfan von Jugendsprache. Aber meine Söhne schnappen hin und wieder das eine oder andere auf. Und so werde ich auch mit den Idiomen der neuen Sprachwelt konfrontiert.

Gerade bin ich wieder mal stilgerecht mit dem Auto unterwegs in Richtung Automobilmesse. In diesem Fall zur BMW IT-Messe in München. Beim Fahren geht einem ja manches durch den Kopf und dabei eben auch dieses „Was geht, Alter?“ – könnte meines Erachtens ein gutes Motto für Automobilmessen dieser Tage sein.

Hie und da werden produzierende Unternehmen wie Automobilbauer ja gerne als die „Alten“ verspottet – mit dem subtilen Hinweis, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Jede Automobilmesse auf die ich fahre, zeigt mir aber, dass die Automobilbranche ungeheuer agil ist. Und diese neue Agilität rührt daher, dass sie sehr frühzeitig und konsequent die Möglichkeiten moderner IT aktiv aufgenommen hat.

Grund genug für uns als Ausstellerteam in den nächsten beiden Tagen (18. und 19.10.) einen (hoffentlich) süffigen Cocktail aus Trendthemen anzurühren: Eine Basis aus 5 cl Cloud, 3cl IoT, 3 cl Big Data, garniert mit einem Scheibchen Security und aufgefüllt mit zerstoßenem, äh, 5G. Der wäre sogar am Autosteuer konsumierbar ;). Es ist vielleicht ein wenig unfair von mir, Security-Themen und 5G als Auffüller und Garnitur zu verkaufen – sind sie doch unverzichtbare Kernkomponenten für das Auto der Zukunft. Beide werden in Zeiten des Connected Car unverzichtbare Kriterien für den Autokauf werden.
Aber sie ermöglichen die neue vernetzte IT-Welt und laufen halt im Hintergrund. Meistens.

Nur nicht bei uns am Stand. Da gibt es Sicherheit zum Anfassen: Wir haben eine Drohnenabwehr dabei, die uns vor Angriffen aus dem Messeluftraum schützt. Klingt zugegeben ein bisschen abgedreht futuristisch, zeigt aber, wie sich schon heute Security und das Internet der Dinge zu neuen Lösungen verbinden lassen – und das ist live zu erleben.
Nicht nur Drohnen lassen sich vernetzen. Natürlich ist die Vielzahl der „Dinge“ im Internet eher kleiner und unauffälligerer Natur. Mithilfe zweier Motorräder und unseres Anreiseautos zeigen wir, was Tracker heute leisten können. Diese Sensoren erfassen Daten wie Temperatur, Ort, Bewegung und Einwirkung verschiedener Kräfte. In meinem Fall werden sie damit ein Profil meiner Anreise erzeugen und meinen Fahrstil analysieren. Den werden Sie dann am Stand live ansehen können – oder vielleicht lieber nicht ; )

Ob für die Auswertung unsere Hadoop-Big-Data-Plattform nötig sein wird, wage ich zu bezweifeln. Für die Auswertung von Testdaten aber ist sie allemal hilfreich – und mit der Cloud voll skalierbar. Es hat also durchaus seine Berechtigung diesen Cocktail zu servieren. Es sind immer die Lösungen, die aus den Einzelteilen gebaut werden.

Jetzt brauchen wir nur noch die Poster für unseren Stand und es kann losgehen … wo sind die? … Mist … Hätten wir unsere Tracker nur mal an die Kisten mit den Postern gemacht und nicht in unser Auto … Hmmm … die Lösungen sind da … aber es scheint, als ob wir daran arbeiten müssen, wofür wir sie einsetzen. Mein Resümee schon vor dem Start: Einiges geht, Alter 😉

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