Stefan Merbecks
26. April 2016 0
Automotive

Vier Wege den PLM Systembetrieb zu optimieren – Teil 1

Der Systembetrieb eines Product Lifecycle Managements, wie Teamcenter von Siemens PLM ist spannend. Weit spannender und wichtiger als vielen Orts angenommen. Tägliches Überwachen der Applikationen und der laufenden Prozesse, Änderungen planen und Anwender unterstützen. Besonders im Applikationsbetrieb nach ITIL sind dabei Tätigkeiten definiert, die in wiederkehrenden Abständen erbracht werden.

Durch diese Regelmäßigkeit ist anzunehmen, dass sich der Betrieb stetig optimiert und sich dessen Kosten senken lassen – durch die Wiederholung der Routinen verkürzen sich Zeiten. Das erwarten die Kunden.

Anhand dieser Erwartung entstehen für den Systembetreiber jedoch zwei gegensätzliche Anforderungen, denen er gerecht werden muss:

1. Sinkende Kosten für gleichbleibende oder sogar steigende Leistung
2. Dauerhafte Flexibilität an Kundenanforderungen sowie die ständige Einbindung von Innovationen

Der Systembetrieb befindet sich also in einer Zwickmühle. Verwendet er zu viel Energie auf die Kostensenkung, bleibt für die Einbindung neuer Softwaretools oder der Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen keine Zeit. Forciert er einzelne Innovationen, können die dafür benötigten Aufwände schnell den Kunden abschrecken.
Das bedeutet: die Erfüllung stets neuer fachlicher und qualitativer Anforderungen gegenüber der Erwartung, diesen Betrieb weitestgehend zu automatisieren und dadurch Kosten zu senken.

Was also tun?

Die ideale Lösung gibt nicht. Nehmen wir jedoch an, die zu betreuenden Systeme würden sich nicht weiter entwickeln, die Anforderungen an Stabilität, Flexibilität und Sicherheit des Systems nicht weiter steigen und daher nur noch der Betrieb und das Tagesgeschäft existieren. Dann könnte man sich bei der Lösung auf zwei Bereiche konzentrieren: Die Optimierung der Betriebsprozesse sowie die Weitergabe standardisierter Aufgaben an Andere – seien dies nun Systeme oder Mitarbeiter in Near- beziehungsweise Offshore.

In den kommenden Einträgen dieses Blogs möchte ich mich daher auf die folgenden Themen konzentrieren, um Ihnen Einsichten in alle Bereiche der Optimierung geben zu können:

1. Optimierung durch reaktives Monitoring
Störungen erkennen, bevor der Kunde diese überhaupt wahrnimmt

2. Optimierung durch Asset – und Knowledge Management
Einheitliche Verwaltung sämtlicher Hard und Software des Betriebs

3. IT – Automatisierung? Wie? Welche Vor – und Nachteile ergeben diverse Systeme?
Das Automatisierungssystem als Alltagsheld

4. Offshore? Wohin? Was gebe ich ab? Was kann ich realisieren, was nicht? Abgabe der Tätigkeiten an internationale Kollegen – und dann?

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen vier Schwerpunkten einen spannenden Überblick gebe. Und sei es nur, dass der Systembetrieb als einfacher erkannt wird, als zu Beginn der Serie dargestellt.

In folgenden vier Beiträgen werden die verschiedenen Themen näher beschrieben und hoffentlich rege diskutiert.

Ich freu mich darauf.

Viele Grüße,
Stefan Merbecks

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