Hermann Hänle
14. September 2017 0
Automotive

IAA – Vom Auto in die New Mobility World

„Denn was neu ist, wird alt und was gestern noch galt, stimmt schon heut oder morgen nicht mehr“ – Hannes Wader bringt es auf den Punkt musste ich denken, als ich neulich im Auto ganz klassisch Radio hörte. Die Welt verändert sich – das ist keine so neue Erkenntnis. Aber die Fülle und die Geschwindigkeit der Veränderung, die Möglichkeiten, das immense neue „Wissen“ nehmen Dimensionen an, die einen schon manchmal „schwer träumen lassen“.

In der Automobilbranche ist einer dieser Kristallisationspunkte, an denen wir in regelmäßigen Abständen Nabelschau halten, zurück- und vorausblicken, die IAA. Ich bin gespannt, ob wir dort auch wie beim Genfer Autosalon die Studie eines fliegendes Autos zu sehen bekommen werden. Ein fliegendes Auto! Airbus und ItalDesign planen als Entwicklungszeitraum für ihren Pop.up zwischen sieben und zehn Jahren. Wer nun meint, das sei noch eine halbe Ewigkeit: Terrafugia und PAL-V aus den Niederlanden beispielsweise wollen ihre fliegenden Autos schon in den nächsten Jahren auf den Markt bringen.
So wachsen Luftfahrt und Automobil womöglich eines Tages in nicht allzu ferner Zukunft zusammen – auch wenn die Kosten dafür noch nicht jedermanns Ding sind. Ein Terrafugia soll immerhin 280.000 Dollar kosten. Dieses Verschmelzen verschiedener Branchen jedoch ist ein untrügliches Zeichen der Digitalisierung – moderne IT ermöglicht neue Ideen und „was gestern noch galt …“
Früher haben wir uns amüsiert als IT-Dienstleister auf einer Automobilmesse aufzutauchen. Heute ist es gang und gäbe, die Branchen in ihren Wohnzimmern zu besuchen. Allzumal sich diese auch neu ausrichten. Im Fall der IAA gibt es dazu beispielsweise das Format der New Mobility World. Die Digitalisierung ist die Eintrittskarte für jeden IT-Dienstleister.
Zugegeben – noch geht es bei uns bodenständiger zu. Aber der Blick geht schon über das Auto selbst hinaus. Es dreht sich um mehr Komfort für eine neue Form der Mobilität, in der das Auto nur ein Bestandteil ist. Reibungslose Intermodalität wird der neue Standard. Dazu beitragen kann im ersten Schritt das „Anreichern“ des traditionellen Fahrens um Mehrwertdienste aus Connected-Ansätzen sein.
Das ist heute auch schon als Nachrüstlösung für ältere Autos möglich. Oder man setzt auf das Mobiltelefon als Übergangslösung, um Zusatzdienste wie Smart Parking einzuführen. Das alles wirkt heutzutage fast schon alltäglich. Die digitale Zukunft der Automobilbranche wird heute schon gebaut und wir als Fahrer gewöhnen uns allmählich immer mehr daran. Als IT-Dienstleister wollen wir diese Zukunft Schritt für Schritt mitgestalten – nicht nur technisch, sondern auch als Bestandteil von Ökosystemen. Wie das gehen soll, zeigen wir auch an unserem Stand mit Autopilot (was zunächst nichts mit fliegenden Autos zu tun hat ;), sondern lediglich IoT für das autonome Fahren erschließen soll und Aeolix, das eine Plattform für Europas Logistik werden will.
Besuchen Sie uns auf der IAA und lassen Sie uns über die Zukunft diskutieren – und gemeinsam feststellen, dass nichts bleibt, wie es war. Und wie wir damit umgehen. Zeitgleich läuft übrigens auch der carIT-Kongress als Veranstaltung der IAA. Auch dort wird es wieder viele Gedankenfutter für die Zukunft der Mobilität geben.

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