Hermann Hänle
20. Februar 2018 0
Automotive

Die Macher im Hintergrund

Meist stehen die Lieferanten im Hintergrund hinter den großen Marken der Automobil-OEMs. Doch im Maschinen- und Automobilbau spielen Lieferanten eine wichtige Rolle. Sie erzeugen 70 Prozent der Wertschöpfung eines Autos beispielsweise. Eine Studie von McKinsey schätzt den globalen Markt für Automobilzulieferer 2020 auf 2 Billionen (!) Euro. Ganz schön ansehnlich für das „Business im Hintergrund“.

Selbstfahrende Autos, autonome Fabriken und intelligente Komponenten – das sind die typischen Highlights, über die man spricht. Sie sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Branche steht vor einer Kombination von Umwälzungen, die in dieser Form noch nie so zusammentrafen. Nein, es ist nicht (nur) die Digitalisierung. Es sind vielmehr der Wandel der Märkte, der Produkte und der Prozesse (die freilich allesamt durch IT beeinflusst werden). Und raten Sie mal, wer den Löwenanteil dieser Umwälzungen schultern muss? Ich würde erwarten, dass es diejenigen sind, die auch die größte Wertschöpfung beisteuern. Und tatsächlich sind die Automobil-Lieferanten in Bewegung. Überall entstehen Spin-Offs, Forschungslabore, Think Tanks, in denen Impulse für eine innovationshungrige Branche (und einen ebensolchen Markt) geboren werden. Ohne die Zulieferer wird die automobile Zukunft nicht zu realisieren sein. Denken Sie dran, wenn Sie das nächste Mal ein Fahrerassistenzsystem verwenden 😉

Doch die neuen Technologien wie Vernetzung und Autonomie sind nur eine Herausforderung, welche die Lieferanten mit gestalten müssen. Gesetzgeber und Markt sehen sich einer Gesellschaft gegenüber, die ständig mobiler wird. Einer Gesellschaft, die Mobilität als selbstverständlich ansieht (und darunter nicht nur Mobiltelefone versteht). Die Gesetzgeber formulieren Ziele, um ihre ökologische Verantwortung wahrzunehmen bis hin zum Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Leichtbauweise, Steuerungsfunktionen, Echtzeit-Analysen, alternative Antriebe – alles Themen, die auf den

Tischen der Lieferanten landen oder aktiv von diesen aufgenommen werden, um den Wertschöpfungsbeitrag zu halten. Lieferanten müssen immer am Ball bleiben. Wem die Puste ausgeht, de bleibt nur die Ersatzbank. Und die anderen machen das Spiel. Beispielsweise Wettbewerber aus Fernost.

 

Trotz Rekordabsatzzahlen aller Orten sind es vor allem die Automobilmärkte in Asien, die dramatisch wachsen. Die Kapazitäten europäischer und nordamerikanischer Anbieter auf diesen Märkten sind … beschränkt. Gleichzeitig drängen (günstige) asiatische Zulieferer auch auf den europäischen Markt. Die Homebase sichern und selber auf Angriff spielen? Wer vom Boom in Asien profitieren will, der muss auch lokal dabei sein. Das heißt: Liefer-, Vertriebs- und Entwicklungskapazitäten müssen aufgestockt werden. Mit Talenten des örtlichen Marktes.

Agilität ist vor diesem Hintergrund das A und O. Und die ICT ist aus keinem dieser Felder wegzudenken – um Verwaltungsfunktionen, Innovation, Vertrieb und Marketing zu unterstützen.
Einen intensiven Blick auf die Situation der Zulieferer, ihren Herausforderungen und ihren Innovationsansätze wollen wir am 27. Februar in Stuttgart werfen. Im Porsche Museum veranstalten wir den 6. Automotive Suppliers‘ Day mit Top-Rednern direkt aus der Zulieferindustrie wie Markus Bentele (Mahle), Frank Lubenau (Bosch) oder Christoph Krammer (Magna Steyr), die uns einen Blick hinter die Werkstore der Zulieferer bieten. Kommen Sie doch vorbei und bilden Sie mit uns die Plattform für Digitalisierung. Weitere Informationen finden Sie hier.

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