Hermann Hänle
23. März 2017 0
Automotive

Das mobile Modul: Auto trifft Smart Home auf der CeBIT

Der Klassiker. „Hermann, kannst Du nochmal rumdrehen? Ich glaube, ich habe …“. Hier nun ist ihre Fantasie gefragt – ergänzen Sie den Lückentext: das Bügeleisen nicht ausgesteckt, den Herd angelassen, das Fenster nochmal geöffnet, den Wasserhahn laufen lassen, die Katze in die Mikrowelle – nun, so weit will ich hier nicht gehen.

Natürlich haben Menschen, die auf Reisen gehen, immer noch Stress. Und wenn die Ruhe der Urlaubsfahrt (möglicherweise im Stau) einsetzt, dann kreisen die Gedanken um die zurückgebliebene Wohnung. Aus meiner Erfahrung ist dieser Punkt nach ca. 35 Kilometern erreicht.

Die App blickt nach Hause

Wenn es nach VW geht, findet dieses Problem bald ein Ende. Der Fahrer tippt ganz entspannt auf ein Display seiner Armatur und findet sich bestätigt in seiner Annahme: Alles ok zuhause, nur die Katze kratzt am Sofa. Oder eben: Ohja, tatsächlich die Herdplatte. Er tippt auf „Aus“ und sie wird abgeschaltet. Die Reise gen Süden kann weitergehen.

Smart Home und Automobilität verschmelzen

Digitalisierung öffnet gänzlich neue Kapitel und Vernetzung bringt Welten zusammen, die bisher isoliert waren. Häufig haben wir autonome Autos schon als rollende Wohnzimmer bezeichnet, weil sie Fantasien anregen, in der der Fahrer zu einem Fahrgast mutiert und als solcher alles Mögliche machen kann – nur eben nicht Autofahren. Vielleicht müssen wir zukünftig aber das Auto vielleicht wie einen Satelliten der eigenen „Home Base“ verstehen. Das mobile Modul oder die Außenstelle der eigenen Wohnung. Damit wachsen zwei Lebensräume zusammen.

Dazu gehören aber zwei Komponenten: Zum einen der Wille, sein Heim zu vernetzen und zum Smart Home auszubauen, zum anderen das vernetzte Auto. Ob der Mehrwert, der dadurch entsteht, den Aufwand rechtfertigt – das mag ich noch nicht abschließend beurteilen. In den allerwenigsten Fällen brennen Häuser während des Urlaubs ab, allenfalls bleibt ein Licht an.  Anders wirkt die Entwicklung, wenn man sein Heim fernüberwachen möchte, ob denn nicht eingebrochen wird. Auch das könnte ja zu einem gelungenen Urlaub beitragen: Blick in die heimische Webcam – alles ok.

Digitalisierung live: Thinking out of the box

Was aber bleibt, ist, dass OEMs und Lieferanten in der Automobilbranche schon längst ihre ursprünglichen Gemarkungen verlassen und das Auto immer stärker als Teil eines digitalen, vernetzten Lebens inszenieren. Sie schaffen dem Nutzer mehr Freiräume, mehr Optionen, mehr Informationen, mehr Transparenz. Für den Sprung in solche vernetzten Welten jenseits von PLM , Produktion und Service braucht es aber Partner – im skizzierten Fall wäre das ein Smart-Home-Anbieter wie die Qivicon. Apps und IP – die neuen digitalen Standards geben den beiden Partner eine einfache technische Basis für die Integration ihrer Geschäftsmodelle. Und mit der Cloud lässt sich eine solche Geschäftsidee mit geringem Risiko starten.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie solch moderne, digitale Welten funktionieren, dann kommen Sie doch zur Cebit. Dort werden wir live zeigen, wie Sie das Smart Home in ihrem Auto mitnehmen können.

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