Hermann Hänle
6. Dezember 2016 0
Automotive

Come fly away – Digitale Luftfahrt

germanwingsEs muss nicht immer der Straßenverkehr sein, manchmal sind andere Verkehrsmittel der bequemere Weg, z.B. auf langen Strecken. Online-Check-in am Vorabend, QR Code Scan meiner Bordkarte – kein Zweifel: Wir haben uns an den digitalen Komfort beim Fliegen gewöhnt. Lösungen wie diese haben mir erst gestern wieder ein Stück Lebenszeit geschenkt, weil ich eben nicht einige Stunden vor Abflug anreisen musste, sondern ohne großes administratives Heckmeck meinen Flieger „just in time“ anpeilen konnte.

Digitalisierung der Luftfahrt im Fokus
Und passenderweise brachte mich mein Flieger (Neben S-Bahn und Taxi) zum Aviation Forum nach Hamburg. Hier unterhalten sich führende Vertreter der Luftfahrtbranche über die digitale Transformation der Luftfahrt. Natürlich hat das Thema Digitalisierung viele Komponenten: nicht nur für Fluggäste, die sich daran gewöhnt haben, über Apps zu buchen und einzuchecken oder über Flughafenverwaltungen, die ihre kompletten Abläufe mit integrierter ICT managen. Auch für die Hersteller steckt natürlich viel an Potenzial in der Digitalisierung.

Luftfahrt als digitaler Nachzügler?
Roland Bergers Studie „Die digitale Transformation der Industrie“ (die im Auftrag des BDI angefertigt wurde), sieht Wertschöpfungspotenziale von über einer Billion Euro für die produzierende Industrie. Bis 2025. Doch die Luftfahrt sehen die Berater erst in der dritten Welle der industriellen Digitalisierung – als eine Branche, die das Thema eher langsam angehen wird. Und zwar nicht wegen fehlenden Willens, Ideenlosigkeit oder mangelnder Fähigkeiten. Vielmehr sind die Hindernisse regulativer Natur – denn mehr „Vernetzung bedeutet mehr Cyberrisiken“. Die gute Nachricht: Immerhin arbeitet Google nicht an autonomen Flugzeugen – zumindest nicht, so weit ich weiß ;).
Als IT-Partner der Veranstaltung wollen wir natürlich einige Ideen aufzeigen, wie Hersteller, Flottenbetreiber und Endkunden schon heute von der Digitalisierung profitieren können. Luz Mauch wird mit seiner Keynote den Rahmen schaffen und erläutern, wie Digitalisierung neue Regeln aufstellt. Auch im Flugzeugbau werden neue Geschäftsmodelle durch Digitalisierung entstehen oder zumindest Effizienzeffekte in der Produktion entstehen (z.B. im Hinblick auf Dokumentation).

First Class Access – Digitalisierung zum Anfassen
Am Stand konkretisieren wir seine Ausführungen und haben einige Ideen zum Anfassen: Wir zeigen, wie das Internet der Dinge für das Tracking von Frachtgut oder Gepäck eingesetzt werden kann, welchen Nutzen ein intelligenter Handschuh als Teil einer Smart Factory hat und wie Augmented/Virtual Reality (AR/VR) das Arbeiten erleichtert.
Gerade letzteres Thema bietet sich perfekt an, um auf einer Messe gezeigt zu werden. Durch virtuelle Welten öffnen sich Türen und Möglichkeiten, die bislang verschlossen/undenkbar waren. Mit der Samsung Gear bieten wir einen Besuch in der ersten Klasse des A380 an. Wir zeigen aber auch, wie virtuelle Einblendungen über die Brille (Zusatzinformationen zu Bauteilen) oder Scans über den intelligenten Handschuh (falsches/richtiges Bauteil) beim Produktionsprozess helfen.
Alles in allem heute schon Dinge, die sich problemlos einführen lassen und betriebliche Abläufe sowohl bei Produktion als auch Betrieb der Flugzeuge optimieren.

Nur – die Rückreise morgen wird mir Samsung Gear nicht abnehmen: Zwischen Nach-Hause-träumen und Zu-Hause-sein klafft momentan immer noch ein großes Loch. Also besteige ich morgen wieder den Flieger zurück – ganz ohne virtuelle Brille.

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