Hermann Hänle
5. April 2018 0
Automotive

Automobil meets IT – ein Echtwelt-Einblick

Das Klassentreffen der Branche – nicht zu Unrecht vermarktet automotiveIT seinen Kongress unter diesem Claim. Die CIOs von Automobil-Herstellern gaben am 22. März in Berlin hochinteressante Einblicke in ihre Strategien und aktuelle Initiativen. Natürlich bestimmten die aktuellen Themen die Diskussion: Autonomes Fahren, integrierte Mobilität, aber auch künstliche Intelligenz, Blockchain und Robotik. Eben die perfekte Abbildung der Schnittstelle zwischen Automobilbranche und IT.

Interessante Einblicke an der Schnittstelle IT und Automotive
Gleich zu Beginn des Kongresses stellte Markus Schäfer von Mercedes Benz klar, dass wir in einer Ära angekommen, in der die IT im Backend auf Augenhöhe mit dem eigentlichen Auto angekommen ist. IT ist nicht nur im Auto, sondern fährt quasi im Anhänger mit. Aber eben nicht nur aus der Cloud, wie Thomas Gerzsberg von der Telekom feststellte: Edge Computing wird essenziell, wenn wir den autonomen Traum weiterträumen wollen. Martin Hofmann von VW stellte den Produktionsaspekt in den Mittelpunkt seines Vortrags, den er passend mit Isaac Asimovs Robotergesetzen garnierte: Die Intelligenz von Robotern nimmt zu, sie übernehmen immer komplexere Aufgaben, lernen selber. Damit lugte die künstliche Intelligenz zum ersten Mal aus dem Füllhorn der Möglichkeiten heraus. Transparenz, User Experience und integrierte Mobilität bzw. Smart Cities thematisierten Sven Lorenz von Porsche, Jeff Chung von Byton und Roland Villiger von Audi. Automotive-CIOs müssen sich schon lange mehr Gedanken machen als nur über das rohe Auto und die IT dahinter. Der Blick auf umfassendere Bezugssysteme und weitergehende Ansprüche gehört dazu. Wie auch der Blick über IT hinaus: Es bleiben immer noch die Mitarbeiter, die sich in dieser neuen digitalen Ära nicht nur zurechtfinden müssen, sondern sie auch gestalten können müssen – Klaus Straub von BMW beschloss das Vortragsprogramm mit Menschlichem. Wohltuend.

Business Breakfast mit Start-up-Pitches
Vor dem Vortragsprogramm lud T-Systems zum Business Breakfast. Die Aufwärmveranstaltung war einmal mehr gut besucht. Vielleicht auch wegen der Start-up-Pitches, die innovative Lösungen zeigten, die manchen OEM-Verantwortlichen auf frische Gedanken brachten. Zum Sieger unseres Start-up-Pitches kürten die gut 80 Teilnehmer des Breakfast übrigens Smart Mobile Labs. Das Unternehmen bietet Echtzeitvideo. Etabliert hat sich die Lösung, die Echtzeitvideos per App auf das Smartphone bringt, bislang für Konzerte und Sportveranstaltungen (so dass auch die Besucher in der letzten Reihe alles sehen können). Aber die mobile Echtzeitübertragung von Videos hat ebenfalls Potenzial für das Connected Car. Luftbilder, aber auch „Insider-Informationen“ von Verkehrsbehinderungen verschaffen Reisenden ein authentisches Bild dessen, was sich hinter dem roten Balken im Navigationssystem tatsächlich verbirgt. Die Lösung könnte zudem für Kontakte zwischen Autos (oder Einsatzfahrzeugen) eingesetzt werden – als einfache Adhoc-Videokonferenz. Scheint bislang schon ganz gut mit LTE zu funktionieren, aber mit 5G wird es hier nochmal einen Qualitätssprung geben.

T-Systems – von e-Mobility bis Digital Twin
Alles in allem auch für T-Systems eine gelungene Veranstaltung – schade, dass wir die Anwesenden nicht auch über unsere Pitches abstimmen ließen: Mich hätte der Besucherfavorit zu unseren Themen (e-Mobility, IoT, Paperless Processes, e-Ladesäule, Digital Twin) brennend interessiert. Nächstes Mal dann. Den vielen interessierten Teilnehmern aber auf diesem Weg: herzlichen Dank für Ihren Besuch bei uns bei Breakfast und Breakout Session und bis bald – vielleicht zur Hannover Messe?

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