Die Kunst des “organisierens” nicht nur Kohlen beschaffen….

UC & Collaboration Blog / 26. Februar 2012

Der Begriff des “organisierens” ist mal wieder ein perfektes Beispiel für die Vielfalt der Sprache und soll daher als Ansporn verstanden wissen wirklich genau hinzuhören und zu hinterfragen, bevor wir unsere eingeübten Schemata wirken lassen.

wechselnde Perspektiven schaffen!
Im Spiegelbild der wirtschaftlichen Situation bietet uns “organisieren” interessante Ausprägungen.: bewusst über Regeln, Gesetze usw. hinwegzusetzen. Es ging ja in aller Regel um die Basisbedürfnisse des Lebens (Essen, Trinken, Schlafen..) . In den sich anschließenden Wirtschaftswunderzeiten stand “organisieren” für das exakte Gegenteil. Nun agierten die selben Menschen im Rahmen klarer, eindeutiger Strukturen, um vorgegebene Arbeiten oder Erwartungshaltungen nach festen Vorgaben zu erledigen. Kurzum, um mit höchster Effizienz Wachstumsziel umzusetzen. Organisieren kann also je nach wirtschaftlicher Situation maximale Kreativität, Eigenmotivation, Selbstbestimmtheit genau so gut bedeuten, wie Arbeiten nach Vorgaben, individuelles Handeln in Rahmen einer Großorganisation. Wie auch immer, die individuelle Bedeutung ist wohl einzig von dem Bezugspunkt des Anwenders abhängig, in der „organisieren“ bewertet wird. Heute gilt unbestritten, wir agieren im Rahmen organisierter Strukturen. Ob dies im Rahmen eines chaotischen Systems oder auch als Element einer Großorganisation wie z.B eines Konzerns oder auch der z.B. der UNO ist eher zweitrangig. Primär interessiert uns doch das Ergebnis des strukturierten Vorgehens dieser Organisationen in Bezug zu ihren Zielen.

Geschwindigkeit erhöhen, eine Frage der Vorbereitung
Ich glaube, dass in dieser Diskussion innovative, umfassende Kommunikationsinfra-strukturen den Unterschied machen können. Wenn die erforderliche Struktur denn von den jeweiligen Zielsetzungen abhängt, dann ist ein Unternehmen in der Ausgangssituation umso besser positioniert, desto besser die Flexibilität der Organisation entwickelt ist. Wie kann kann eine Organisation bzw. ein Unternehmen an Flexibilität, die hier nur in der Dimension der Adaptionsgeschwindigkeit in Bezug auf sich verändernde Herausforde-rungen verstanden sein soll, gewinnen? HP kündigt Mitte August an, das PC Business auszugliedern und gleichzeitig ca. 10 Mrd US$ in eine Software Firma namens Autonomy investieren, deren Geschäft es (sicher im arg gekürzten Kern) ist, Datenstrukturen – gleich welcher Art und Formats – zu analysieren.

Flexibilität, oder die Kunst des sich bewegen könnens
Sie fragen sich, was dies mit Kommunikationstechnologien zu tun hat? Meine feste Überzeugung ist es, das das tatsächlich wichtigste Vorteilspotential moderner Technologien wie z.B. Unified Communication exakt in der Notwendigkeit liegt, mit der Einführung eine umfassende wie strukturierte Transparenz der aktuellen Unternehmensorganisation zu schaffen. Welche Expertise, Erfahrung, Know How, ist beim einzelnen Mitarbeiter vorhanden? Welche Rolle bzw. Zuständigkeit nimmt der Mitarbeiter aktuell in welcher Abteilung ein? Welche Projekterfahrung kann der einzelne aufweisen, etc. Auf der Basis dieser Wissensdatenbank ist jedes Unternehmen deutlich besser gerüstet, wechselnde Herausforderungen zu meistern. Gleich, ob eher kreatives organisieren oder strukturiertes Vorgehen erforderlich ist, gebraucht wird die “passende” Qualifikation. Die Fähigkeit, kurzfristig projektspezifische Organisationen zusammenzustellen, die auf der Basis der unternehmensweit vorhandenen und auch verfügbaren Kompetenzprofile der Mitarbeiter organisiert sind, wird mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig ein Kernelement erfolgreicher Geschäftsstrategien sein.

Theorie und Praxis
Wer weiß schon welche Bedeutung „organisieren“ in den kommenden 18 Monaten bekommen wird. Aktuelle Entwicklungen lassen vermuten, dass wir mal wieder mit erheblichen Anpassungsbedarfen konfrontiert werden. Wie man den Begriff des „organisierens“ auch dreht und wendet, die Basis unseres „Tuns“ liegt in der Nutzung der vorhandenen Kompetenzen und Stärken. Sich diese bewusst zu machen und projektspezifisch zu nutzen, lautet der daraus abzuleitende Handlungsimperativ. Peter Ducker’s Maxime: “If you can’t measure it, you can’t manage it” steht auch beim Kompetenzmanagement im Vordergrund. Ein unternehmensweites Unified Communication Projekt kann da eine relevante Beschleunigungsfunktion übernehmen. Wie gesagt, der Bedarf des „organisierens“ wird stark zunehmen.

Wie sehen Sie das? Es grüßt CPHeine

P.S. Die Anregung zu diesem Block verschaffte mir übrigens Dr. Doppler mit seinem Artikel “Führen in Zeiten der Veränderung”. Zu finden unter: http://doppler.de/downloads/fuehren_in_zeiten_der_veraenderung.pdf

 

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