Studien über das Testen

Testing Services Blog / 15. June 2012

In den letzten 12 Monaten sind einige Studien auf den Markt gekommen, die sich mit dem Testen beschäftigen – mit sehr unterschiedlichen und beachtenswerten Ergebnissen. Ich will nicht komplett die Studien durchgehen, sondern kurz ein, zwei Besonderheiten hervorheben, die mir aufgefallen sind.

 

Snap-Shot Studien

Eine größere Anzahl der Studien, wie zum Beispiel die PAC Studie zum Wachstumsmarkt Software-Testing [pac blog], führen Interviews (bzw. schicken links auf Webseiten) mit einer bestimmten Auswahl an Personen durch. Relativ neu zählt hierzu auch die IDC Studie [Zusammenfassung], die sich speziell auf den deutschen Markt konzentriert. Befragt wurden Unternehmen verschiedener Größenordnungen bzw. einer Anzahl an IT-Arbeitsplätzen. Die Fragen liefern ziemlich direkte, ad hoc Antworten ohne langwierige Überprüfung.
Die Anbieter von Testing Services erhalten damit einen aktuellen Lagebericht. Sind die Ergebnisse dafür Tagesform abhängig?

 

Umfassender Benchmark

Alternativ dazu, aber wesentlich aufwändiger, die Studie von OVUM [OVUM OI00144-040, 11/2011]. Hier wurden Fragen aus realen RFI’s untersucht, sowie die Antworten auf einen RFI der Anbieter ausgewertet. Diese Vergleichsstudie liefert damit bessere Detailergebnisse. Doch kann sie neue Themen und Ausrichtungen am Markt  gut einfangen?

 

Was kommt hinten raus:  It depends?

Ovum findet an den ersten Stellen schauen die Unternehmen/Kunden auf: Kosten & Nutzen und Testexpertise, also: Was nutzt es? Was kostet es? Könnt ihr es? Nicht gerade erstaunlich. Das macht man fast immer, wenn man etwas kauft!

Auch die nächsten Plätze: Kundennähe, Prozesskenntnis, Menschen & Tools, sowie die Branchenerfahrung überraschen nicht. Sie bestätigen die alte Vertriebsweisheit “Menschen kaufen von Menschen und das Know-how ist wichtig”. Die angebotenen Services der direkten Wettbewerber sind sich ebenso sehr ähnlich. Eine Landkarte zeigt dann aber doch die 13 untersuchten Firmen in verschiedenen Quadranten. Da kann man die richtige Firma auszuwählen – muss aber nicht.
Im letzten Abschnitt der Studie steht sinngemäß: alle möglichen Testarten und Branchen wurden berücksichtigt, von ERP bis GPS, von der Gesundheitsbranche bis zum Spiele testen.
Also ein bisschen genauer muss man sich dann doch anschauen, wer was liefert – Autos unterscheiden sich ja auch.

Und die anderen, die Snap-Shot Studien: PAC und IDC befragen im wesentlichen CxO und das IT Management. Bei PAC sind z.B. 20% IT-Leiter direkt verantwortlich für das Testen. Ähnliche Zahlen findet man bei der IDC Studie, die sich nur auf Deutschland bezieht (PAC auf Europa und Nord Amerika).
Inhaltlich fällt dem Testexperten auf, dass nicht wirklich – ich will mal sagen – „entscheidende, richtungsweisende“ Aussagen herauskommen, außer: Kosten reduzieren und Qualität erhöhen.

 

Helfen die Ergebnisse?

Um auf meine zweiten Satz zurück zu kommen:

  1. Kosten-Nutzen ist und bleibt das Hauptargument.
  2. Es kommt auf die aktuelle Situation an, in der sich der Kunde befindet.
    Sowohl bei der Befragung (wenig/viel Zeit), als auch im Bezug auf die Umstände (z.B. IT-Strategie).

Und ganz allgemein: ich halte es für einen Fortschritt, das inzwischen jährlich mehrere Studien zum Thema Softwaretesten veröffentlicht werden.Vor 5 oder 10 Jahren sah das ja ganz anderst aus …. obwohl

Hilft mein Blogeintrag, als kleine Studie über Studien?

Ihr Martin Grether

P.S.: Die IDC Studie gibt es auch gleich um die Ecke.


 

 

 

 

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