Warum geben wird so ungern Geld fürs Testen aus?

Testing Services Blog / 28. February 2012

Es ist schon erstaunlich, wie oft ich höre, dass außer den Entwicklertests und der Abnhame keine zusätzliche Test geplant sind. Sogar wenn es sich um speziell entwickelte oder angepasste Software handelt. „Warum extra testen? Wir erwarten vom Lieferanten 100% Qualität. Liefern wir ja auch. Die Kosten können wir uns sparen.“ – ja, aber vielleicht handelt es sich da um ein Serienprodukt und kein angepasstes Einzelstück? Wer zuviel an seinem Auto ändert verliert auch die Zulassung und muss die Änderungen von einem unabhängigen Gutachter (z.B. TÜV) prüfen lassen.

Ich kann auch verstehen, dass Windows 7 fehlerfrei funktionieren soll, wenn wir es auf ein “Standard Bios” installieren – zumindest können wir es erwarten, nach langen Alpha- und Beta-Testphasen mit vielen freiwilligen Tester weltweit. Das war nicht immer so. Manche erinnern sich sicher noch, dass in der “nach DOS Ära” die Rechner bedienerfreundlicher wurden: der oft benötigte Schalter für den Hardwarereset ist von der Hinterseite der Rechner auf die Vorderseite gewandert:-). Aber auch Apple ist nicht gefeit davor. Man denke nur an das Antenna-Gate.

Und wenn ich dann bei Firmen unterwegs bin, bei denen von einer funktionierenden Software einiges abhängt – die Fertigung, der Vertrieb, die Just-in-Time Lieferung – und nach dem Testbudget frage, kommt die Antwort: „Wir lassen 100% Qualität liefern“ Oder auch ein schöner: „Wir wissen, dass immer Mängel in der Software sind. Das kann man nicht ändern, daher haben wir eine längere Pilotzeit“. Aha, man verzichtet also auf eine schnelle Einführung (Time-to-Market) und Return-On-Inverst.

Aber es geht auch anders. Man kann wirklich die Software auf die gewünschte Qualität hin testen. Sicher, es verursacht ersteinmal zusätzliche Kosten. Aber es ist ein guter Invest in die Zukunft, der sich vom ersten Tag an bezahlt macht. Ist es nicht toll, wenn die Nutzer die neue Software gleich in vollem Funktionsumfang nutzen können. Und wie die Zufriedenheit steigt, weil auch mehrere hundert Nutzer gleichzeitig performant arbeiten können. Es treten auch keine Fehlfunktionen auf, die Software macht, was der User angefordert hat (und nicht andere, auch schöne, aber unnütze Dinge).

Frimen die sich auf Testen spezialisert haben, haben die passenden Prozesse, können auch kostengünstig liefern – aber trotzdem immer wieder: Extra für Softwaretest zahlen?

Dabei ist es doch ganz einfach: Gleich am Anfang richtig planen, in der Größenordnung von: 30-30-30-10 für Plan-Build-Test-Management. Und die Qualitätssicherung von der Entwicklung trennen, damit das Testbudget auch richtig verwendet wird.

 

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