Einmal Standard, bitte!

Dynamic Workplace Blog / 13. September 2011

Standardisierung ist eine weit genutzte Maxime auch im Betrieb von IT-Arbeitsplätzen, wenn es darum geht, alles einfacher und effizienter zu machen. Doch was bedeutet dies eigentlich? Standard. Kann es nur einen geben? Sind zwei Standards falsch? Muss ein Standard für Alles passen? „One size fits all“?

Ein Arbeitsplatztyp für alle?

IT-Arbeitsplätze sollen die Anforderungen eines Arbeitnehmers erfüllen, ihn bei seiner Arbeit optimal unterstützen. Doch nicht jeder hat die gleichen Anforderungen. Ein Buchhalter benötigt z.B. andere Anwendungen als ein Ingenieur. Vielleicht sogar einen ganz anderen Arbeitsplatz. Aber auch die individuellen Arbeitsweisen müssen berücksichtigt werden. Es ist verblüffend, wie groß die Bedeutung eines Hintergrundbildes für Manche ist. Von Facebook und Google+ ganz zu schweigen, die immer mehr für die Arbeit genutzt werden. Verbieten ist da kontraproduktiv.

Doch noch ist dies nicht überall verwirklicht. Viele Anbieter verstehen Standard als kleinsten gemeinsamen Nenner aller Anforderungen. Die Basiskomponenten, die jeder braucht. Alles darüber hinaus ist „Sonderwunsch“, wird individuell gefertigt und auch bezahlt. Henry Ford wird der Ausspruch angerechnet, dass jeder Kunde einen Ford in der Farbe seiner Wahl bekommen könnte – solange die Farbe schwarz sei.

“Standardisierung reduziert nicht die Flexibilität“.

Dies hat Hans Dieter Pötsch einmal gesagt. Wohlgemerkt ist er der Finanzvorstand von Volkswagen. Die Kunst ist es eben, einen Standard zu finden, der nicht starr ist. Ein Standard, der erweiterbar ist mit austauschbaren Komponenten. Eine Lederausstattung? Ein zweiter Monitor? Gerne. Mehr PS? Virtueller Desktop? Klar doch.

Das klingt logisch und einfach. Die Automobilindustrie hat ein Jahrhundert benötigt von Henry Ford zu Herrn Pötsch. Die IT muss es schneller schaffen, dies wirklich umzusetzen.

 

Kommentare


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  • heikeriedinger

    Ist die Standardisierung einmal erfolgt, dann entsteht auch mehr Dynamik, Transparenz und Schnelligkeit. Wenn ich einmal weiß beispielsweise ein Großhandelsunternehmen der Fa. x hat 30% mobile Arbeitsplätze, 20% Verwaltungsarbeitsplätze und 50 % Wechselarbeitsplätze (Service Workplaces), dann kann ich mühelos weitere Filialen des Großhandelunternehmens analog ausstatten, also sozusagen kopieren. Außerdem erhalte ich eine sehr gute Transparenz durch die Rollenzuweisung, weil ich exakt weiß was für SW Pakete, Lizenzen und welche Ausstattung bei jedem Mitarbeiter vorhanden ist, damit kann ich mir als Unternehmer vor Über- oder Unterlizensierung schützen, ein nicht zu unterschätzender Kostentreiber!

  • Björn Malluche

    Der Standard ist tot, lange lebe der Standard! Der Begriff Standard wird gerade zum Buhwort für Anwender in Sachen IT Infrastruktur. Egal, um welches Thema es sich bei einer Anfrage dreht, die Antwort lautet: „Nimm doch den Standard, dann klappt es!“. Zwischen dem Versprechen und der gelebten Wirklichkeit klafft aber noch eine zu große Lücke: Während das Versprechen ausschliesslich den Entscheidern Geschwindigkeit, Transparenz und Steuerungsfähigkeit empfiehlt, schränkt es für den Anwender Auswahl und Möglichkeiten nachhaltig ein. Gerade jetzt, da von den verschiedensten Infrastrukturen höchste Flexibilität und Interoperabilität erfordert wird („bring in your own device“, um nur eine Richtung zu nennen), um die genannten neuen Plattformen wie Cloud, Social Media und Networking etc. zu bedienen, entpuppt sich der „Standard“ als Torwächter für alt werdende Zöpfe. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn der vom Arbeitgeber inzwischen wieder als wichtige Ressource anerkannte IT-Anwender fordert „Weg vom Standard – Hin zu mehr Flexibilität!“ und dabei sehr wohl bei seinen Entscheidern Gehör findet. Schließlich soll der Mitarbeiter ja gerne, gerne auch mehr, aber in jedem Fall effizienter arbeiten können. Und die Infrastruktur soll die entsprechenden Anreize bieten.
    Die inhaltliche Richtigkeit der Ziele des Standards sollten also neu gedacht und verpackt werden, um Ford und Pötsch zu vereinen, die Dienstleistungswelt sollte sich schnell darauf einrichten: Wie wäre es denn z.B. mit Basis-, Komfort- und Premium-Leistungen für jede Infrastruktur – jetzt auch mit optionaler Vielfalt?

  • Ulrich Giegerich

    Ja, dies ist genau der richtige Punkt:
    Standardisierung nicht durch Einschränkung. Der Fokuswechsel zurück zum Anwender, dessen Produktivität und auch Motivation, ist deutlich sichtbar im Markt.
    Das Business und der Anwender als interner Kunde weiss am Besten, was er benötigt und wie er arbeiten möchte. Der Standard ist hierbei lediglich die Methodik, um dies stabil und effizient zur Verfügung zu stellen. Aber eben nicht, um ihn einzuschränken.

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