Sven Löffler
14. Januar 2015 0
Digitalisierung

Smart Cities – Die Lösung für eine zunehmende Verstädterung?

Bis 2050 werden nach Schätzungen 6.25 Mrd. Menschen in Großstädten leben. Dies entspricht über 67 % der Bevölkerung. Großstädte stehen einerseits vor allgemeinen Herausforderungen wie demographischer Entwicklung und Klimawandel und andererseits vor konkreten alltäglichen Problemen wie Staus, Baustellen etc. Alles Dinge, auf die reagiert werden muss. Eine der Antworten darauf ist: Digitalisierung.

Digitalisierung ist die Basis der Vision moderner „Smart Cities“. Sie erlaubt Innenstädte zu steuern, einschließlich des Transport-, Gesundheits- und Energiemanagements. Dies führt, darin sind sich Experten einig, zu einem besseren Leben für die Bürger und einer nachhaltigen Zukunft. Zur Verwirklichung all dieser Ideen ist jedoch eine gute und darauf abgestimmte Infrastruktur erforderlich.

Nur mit einer flexiblen und effizienten Infrastruktur können Daten erzeugt, transportiert und interpretiert werden. Big Data hilft dabei Prozesse zu automatisieren und mittels neuer Dienstleistungen einen Mehrwert zu schaffen. Mit Big Data Analytics ist es auch möglich, große Mengen von Sensordaten, welche in Autos, Gebäuden und der örtlichen Infrastruktur, wie Straßenlaternen generiert werden, zu verarbeiten. Predictive Analytics bieten die Möglichkeit, Klimaentwicklungen oder Verkehrsströme vorherzusagen. Dies erfordert Zugriff auf relevante Daten, Echtzeit-Analysen und tägliche Speicherungen.

Skepsis und Sicherheitsbewusstsein der Anwender wächst

Die Koordination der verschiedenen Prozesse erfordert jedoch nicht nur die Verarbeitung der Daten aus dem öffentlichen Sektor, sondern auch aus dem privaten Umfeld. Und dort liegt genau die Herausforderung. Das gestiegene Sicherheitsbedürfnis, auch ausgelöst durch die NSA-Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden, hat eine Diskussion ausgelöst: welche Daten möchte ich in welcher Form zugänglich machen. Laut Johannes Buchmann, Professor für Computerwissenschaften an der TU Darmstadt, fehlt es bei den meisten Nutzern jedoch nach wie vor an Anwendungswissen und erweiterten technischen Möglichkeiten zur Gewährleistung der Datensicherheit. Außerdem kämpfen die großen Metropolen weiterhin um eine gute Infrastruktur, welche die entstehenden Daten in Echtzeit verarbeiten kann. Entsprechend ist es wichtig, Cloud-Services zu etablieren, damit Städte ihren Bürgern intelligente Dienstleistungen bieten können, ohne in eine neue IT-Infrastruktur zu investieren. Für die Städte, Gemeinden und Kommunen geht dies nur in Zusammenarbeit mit großen Unternehmen, da sie über die Infrastruktur und das notwendige Wissen verfügen, wie große Datenmengen verarbeitet und unter den Regeln des Datenschutzes ausgewertet werden können.

Chancen erkennen und somit Schritt für Schritt zur „Smart City“

Gerade jetzt, während die Verstädterung zunimmt und die Budgets des öffentlichen Sektors zurück gehen, sind Smart-City-Lösungen notwendig. Erste Ansätze in Richtung „Smart Cities“ wurden bereits verwirklicht. In einigen Städten in Deutschland, wie Hamburg, wird daran gearbeitet die Verkehrssteuerung mittels eines intelligenten Parkleitsystems zu verbessern. Gleiches gibt es auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Pisa. Dort werden das Parkleitsystem, die intelligenten Straßenlaternen und das Smart-Stadion zum intelligenten Energiesparen getrimmt, um den Bürgern eine bessere Lebensqualität bieten zu können. Eine wichtige Erkenntnis aus Smart City Projekten fasst Paolo Sebben, Leiter des Smart Cities Komitee beim FTTH Council Europe, zusammen: „Die Initiativen in Smart City Projekten orientieren sich bisher oftmals hauptsächlich an den technologischen Möglichkeiten und viel zu wenig an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen und der Stadt“.
Aus diesem Grund sollten die Entwickler und Planer weiter denken und von Anfang an alle Elemente des Systems, wie Stadtwerke, in die Planungen einbeziehen.

Big Data Grüße
Sven Löffler

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