Sven Löffler
16. November 2016 0
Digitalisierung

Data Natives 2016 – Eine Konferenz für die Big Data Generation

Big Data und Data Science sind eng miteinander verbunden. Daten sind Teil unserer neuen kulturellen Identität und verändern die Art, wie wir kommunizieren, lernen und interagieren. Aus diesem Grund widmete sich die dreitägige Konferenz in Berlin folgenden drei Fokusthemen: Workshops, Data Science, und Tech Trends.

Dieses Jahr zählte die Data Natives mehr als 1000 Teilnehmer, 60 Vortragende und 20 Medienpartner sowie mehrere Startups und Partner. Namhafte Innovatoren, Influencer und Branchenführer mit den Besten der Berliner Tech-Szene und aufstrebenden europäischen Startups stellten die neuesten Technologien vor. Auch dabei die Lange Nacht der Startups und ein Teil der Deutschen Telekom AG.
Als Teil der Dataconomy Media GmbH, hat die Data Natives Zugang zu einer internationalen News-Plattform, Branchenexperten und einer Community von Daten-Begeisterten (Data Enthusiasts) in über 35 europäischen und internationalen Städten.

Eindrücke

Am zweiten und dritten Tag der Konferenz buhlten neue Tools und Methoden um Ihre Aufmerksamkeit. Sie alle zeigten, wohin uns die Reise zukünftiger Entwicklungen führen wird.
Ein Thema fällt dabei besonders auf: die Verknüpfung der Neurowissenschaft mit der Data Science. Dabei sollen operative Prozesse unseres Gehirns technisch umgesetzt werden. Nach Dr. Jonathan T. Mall, CEO von Neuroflash, gibt es auch bei Computern und in der Datenverarbeitung den „primacy“ und „recency“ Effekt . Dieses psychologische Gedächtnisphänomen führt dazu, dass zuerst (primacy) und zuletzt (recency) erfasste Informationen gegenüber den dazwischenliegenden bevorteilt werden. So vervollständigt beispielsweise eine Gruppe von Probanden, denen zuvor ein Kochtopf mit Gemüse gezeigt wurde, das Wort SO_P zu SOUP, während hin eine andere Gruppe denen Hände präsentiert wurden das Wort SOAP erkennt.
Eine weitere grundlegende Entwicklung wurde von Kim Nilsson, CEO und Co-Founderin von Pivigo präsentiert. Nach Ihrer Analyse bedarf es sechs ausgeprägte Fähigkeiten um ein erfolgreicher Data Scientist zu werden, die sie folgendermaßen strukturierte:

I T C M HW A
Interest Tech Skills Communication Skills Motivation Hard Work Academia

 

Roboter und Grundeinkommen

Am Donnerstag wurde es politisch und philosophisch. Bei einer Diskussionsrunde wurde über die Zukunft der künstlichen Intelligenz und das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert und dabei insbesondere auf Jobs eingegangen, die in Zukunft durch Roboter ersetzt werden könnten.
Eine sehr interessante Statistik war Gegenstand der Argumentation von Michael Bohmeyer, ein starker Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens. Diese besagt, dass 90% der Menschen auch mit einem festen monatlichen Einkommen weiterhin einen Beruf ausüben.
Besonders gewinnbringend für viele Teilnehmer war der Vortrag von Martin Loetzsch, CDO (Chief Data Officer) von Project A Ventures. Er sprach über „Data Science in Early Stage Startups: the Struggle to Create Value“ (Data Science in frühen Phasen des Startups: Die Schwierigkeit Mehrwehrt zu schaffen). Er selbst stellte schon am Anfang seines Vortrages seine Methode zum Messen des Erfolgs vor. So müsse sich mit Hilfe von Data Science jede Stunde eine Zahl des Unternehmens verbessern (Umsatz, Performance etc.). Außerdem sprach er über das Missverständnis der Unterscheidung zwischen einem Data Engineer und einem Data Scientist. Demnach stellt der Data Engineer die nötige Infrastruktur für ein datenbasiertes Geschäftsmodell, dass der Data Scientist nutzt um mit Hilfe geeigneter Datenanalysen einem Unternehmen den gewünschten Mehrwert schafft.

Fazit

Ein wesentliches Ziel der Data Natives 2016 wurde erreicht. Interessante Menschen zusammenzubringen, ins besondere relativ junge Menschen. Die gute Balance zwischen business-relevanten und technischen Vorträgen der Organisatoren bot eine breite Sicht auf das große Thema der datengetriebenen Generation. Es herrschte insgesamt eine sehr entspannte und ausgelassene Stimmung, die zum Networking einlud und die innovative Idee, Visitenkarten über die App Swapcard auszutauschen, konnte viele Leute begeistern.
Nach meiner Meinung war die Konferenz ein voller Erfolg.

Big Data Grüße,
Sven Löffler

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