Sven Löffler
2. September 2015 0
Digitalisierung

Transformation der Versicherungsbranche

Veränderte Kundenerwartungen, die Digitalisierung und erweitertes Know-how bei Datenerhebungen und Analysen setzen auch die Versicherungsbranche unter Druck. Ein Grund sind Big Data Lösungen, die sich nach und nach auch in der Versicherungswirtschaft etablieren und deren Geschäftsprozesse und bisherige Strukturen verändern. Es entstehen neue Geschäftsmodelle. Entsprechend geraten viele Konzernchefs unter Druck sich diesen Veränderung zu stellen, um nicht vom Wettbewerb abgehängt zu werden – wie in Teilen bereits passiert.

Der Trend der Transformation geht dabei in zwei Richtungen: Erstens, eine deutlich verbesserte Vorhersage von Schäden bzw. Versicherungsfällen und Zweitens, die Möglichkeit personalisierter Policen. In puncto Vorhersagen bedeutet dies, der einst reaktive Schadenregulierer wird zum proaktiven Risikoberater. Die Basis hierfür bieten Big Data Analysen. Was bisher nur durch langwierige Studien offengelegt wurde, wird nun mit einfachen Mitteln ausgewertet, wie beispielsweise kritische Wetterlagen oder besonders häufige Unfallstellen. Der Risikoberater kann so seinen Kunden vor Schäden warnen und diese möglicherweise verhindern bzw. den Schaden minimieren statt Schäden, wie bisher teuer auszugleichen. Die dazu benötigten Daten können aus externen, öffentlich zugänglichen Quellen stammen, wie z.B. Wetterstationen.

Der zweite Trend heißt: personalisierte Policen. Dabei können die Kunden entscheiden, ob sie digitale Daten von beispielsweise Fitnessarmbändern, Smartphone,Apps oder Sensoren in Autos dem Versicherer ihres Vertrauens zur Verfügung stellen. Die Versicherer können durch diesen Datenschatz und die Anwendung von Big Data Analyse-Tools ihre Tarife auf ihren Kunden personalisieren. Dadurch kann der Versicherer Preise maßgenauer gestalten und Kunden zu risikoärmerem Verhalten motivieren. Personalisieren bedeutet auch, dass zum Beispiel bei Reisen via Smartphone Empfehlungen über Reiseversicherungen oder Unfallversicherungsprodukte für bestimmte Länder und Regionen oder andere Reisebedingungen angeboten werden können.

Italien macht es vor

Über zwei Millionen Italiener haben bereits eine unscheinbare Box in ihrem Auto installiert. Sie zeichnet das Fahrverhalten auf und leitet die gewonnenen Daten an die Versicherer weiter. Wer umsichtig fährt und umweltbewusst unterwegs ist, wird belohnt!
In Deutschland ist an den Einsatz solcher Modelle noch nicht zu denken. Die Autoversicherer sammeln jedoch bereits erste Erfahrungen durch Feldversuche. Ziel ist ein umfassendes Angebot wettbewerbsfähiger Produkte. „Es ist bereits jetzt sicher, dass man durch das Nutzen der Big Data Analysen die Unfallwahrscheinlichkeit bei Autofahrern feststellen kann“, sagt Alexander Muermann, der Wirtschaftsuniversität in Wien.

Entsprechend ist die Frage nicht mehr, ob sich das Versicherungswesen mit Big Data auseinandersetzen wird, sondern nur noch, wie sich das Versicherungswesen in der Zukunft entwickeln wird und wie hoch der Anteil an personalisierten Versicherungsangeboten durch Big Data Lösungen sein wird.

Big Data Roundtable

Big Data Business Breakfast in Köln!

Erfahren Sie beim Big Data Business Breakfast in Köln am 10. September 2015 von 9.30 bis 13.30 Uhr, wie Big Data im Stande ist ganze Branchen, Ihre Branche zu verändern!

Besonders vor dem Hintergrund, dass etwa 85% der unstrukturierten Daten noch ungenutzt sind, obwohl sie eine immer wichtigere Voraussetzung für den Unternehmenserfolg sind, zeigen die Big Data Lösungen, wie Daten performant und effizient verarbeitet, ausgewertet und so zum Schlüssel für künftige Erfolge werden können.
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Die Agenda bietet Ihnen bereits einen ersten Blick in die Zukunft.

Big Data Grüße
Sven Löffler

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