Sven Löffler
26. Oktober 2016 0
Digitalisierung

Social Media, Data Mining und Big Data – Die Schlüssel der US-Wahlen

Big Data wird nicht nur im persönlichen Alltag immer wichtiger, sondern auch in Bereichen, wie den US-amerikanischen Wahlen. Datengewinnung, Datenaufwertung und Datenanalyse sind wichtige Technologien, um gezielt Wähler anzusprechen. Mit Hilfe dieser Technologien sollen deren Stimmen für kommende Wahlen gewonnen werden.

Wie hat alles begonnen?

Aufgekommen ist das Thema Big Data in den Wahlen mit Meinungsumfragen 1970. Heute werden potenzielle Wähler nicht nur direkt durch Telefonbefragungen, Umfragen und Vorwahlen, sondern auch indirekt, ohne dass sie es mitbekommen, analysiert. Dabei gibt es verschiedene Wege der indirekten Analysen. Durch die US-amerikanischen Datenbestimmungen ist es möglich mehr Daten zu gewinnen, die weiterfolgend für Algorithmen und Programme benutzt werden. In Deutschland ist dies aus Gründen des Datenschutzes in dieser Tiefe nicht möglich.

Technologie als Zielführer?

Hillary Clinton und Barack Obama sind dafür die besten Aushängeschilder. Während Donald Trump derzeit eher noch mit traditionellem Werben, Baseballkappen und Kugelschreibern mit dem Slogan „Make America great again.“, um Stimmen konkurriert. Genau dies könnte ihm am 8. November 2016 zum Verhängnis werden. Denn laut Experten, kann man ohne smarte Big Data Technologien keine Wahl mehr in den USA gewinnen.
Der Sieg von Barack Obama 2012 wurde ebenfalls mit den technischen Möglichkeiten der Demokraten begründet. Obama scharrte ein Team von 52 Programmierern und Analysten um sich zusammen, die verschiedenste Wege einsetzten, um gezielt Wählergruppen anzusprechen.
Die „Hope and Change“-Kampagne von 2008 wird als Revolution im Wahlkampfmanagement gezählt. Technologie, wie Datenanalysen, und Politik mussten verbunden werden. Methoden die Obamas Team 2008 entwickelte und 2012 abermals verfeinerte.

Obamas Team

Eine Methode, die auch Obamas Team 2012 nutzte, ist, Algorithmen über Wählerdatenbanken laufen zu lassen und diese nach potenziellen Wähler zu durchstöbern. Die gewonnen Informationen werden dann mit anderen Datenbanken abgeglichen, so dass man erfährt:

  • wer für wen in vergangenen Wahlen gestimmt hat
  • ob derjenige regelmäßig wählen gegangen ist und
  • ob der Wähler für Wahlkämpfe bzw. eine der Parteien gespendet hat.
  • Diese Daten können mit beliebig vielen anderen Daten, wie beispielsweise Payback-Daten, angereichert werden. Je mehr desto besser. So wird zu jeder Person ein möglichst präzises Bild erstellt. Modelle ermöglichen es auch ein Bild des typischen Wählers zu erstellen. So können mögliche Wähler einzeln und größer betrachtet und mit maßangefertigten Botschaften geworben werden. Zu diesem „Micro-Targeting“ zählt auch das „Cookie-Targeting“, um ebenso das Internetverhalten zu analysieren. Dadurch weiß man zum Beispiel, welche Personen die jeweilige Partei wählen würden, wenn sie an den Wahlen teilnehmen.
    Auf diesen von Obamas Data Scientist Team entwickelten Methoden, greift nun auch Hillary Clinton zurück. Einige der damaligen Teammitglieder haben sich mittlerweile selbstständig gemacht, wie die Firma Bully Pulpit Interactive von Andrew Bleeker, Leiter des digitalen Marketings 2008 und 2012.

    Ob die Technologie auch 2016 wieder der Weichensteller für einen Sieg sein wird und Clinton am 8. November zur Präsidentin macht, wird sich zeigen. Trump lag trotz seines klassischen Wahlkampfes laut Umfragen lange vorn. Was wird dieses Jahr gewinnen? „Make America great again.“- Baseballkaps oder die geballte Ladung Big Data?

    Big Data Grüße,
    Sven Löffler

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