Uwe Pacharzina
30. März 2017 4
Collaboration

Virtualisierung als Sprungbrett für Windows 10

Windows in allen seinen Derivaten ist das führende Betriebssystem in Unternehmen – jeder Anwender an einem PC-Arbeitsplatz kann mit dem Begriff etwas anfangen. Insgesamt kommt Windows im Desktop-Umfeld auf einen stattlichen Marktanteil von knapp über 90 Prozent (laut www.netmarketshare.com). 

Während in den meisten Unternehmen noch Windows 7 (Marktanteil 47 Prozent) das Maß der Dinge ist, grüßt vom Horizont schon Windows 10. Und das erzeugt bei IT-Verantwortlichen nur in den seltensten Fällen Vorfreude. Denn das Jahr 2020 markiert einen harten Schnitt: Ab dann wird der erweiterte Support für Windows 7 eingestellt. Und spätestens dann müssen IT-Verantwortliche sich Gedanken darüber machen, wie sie mit Windows 10 umgehen wollen. Oder vielleicht besser noch ein wenig früher 😉

Die agile Welt ruft

Mit Windows 10 wird Microsoft konsequent den nächsten Schritt in eine agile Welt gehen – Unternehmen bewegen sich dann in die App-Schleife des „continuous development“. Major Updates in langen Release-Zyklen werden kleinen Anpassungen im Monatstakt weichen. Auf diese neue Agilität müssen sich Unternehmen vorbereiten – nicht nur prozessual und organisatorisch, sondern auch technisch.

Wenn wir mit Kunden heute besprechen, was Windows 10 bedeutet, dann fällt bisweilen der Satz: „Das bedeutet aber, dass wir mit einer Virtualisierung besser fahren“. Tatsache ist, dass immer noch viele Unternehmen ihre Desktop-Infrastrukturen klassisch betreiben – ohne Virtualisierung mit individuell gemanagten Fat Clients beim Nutzer. Diese Art des Desktop Management bringt zwei entscheidende Nachteile mit sich: Zum einen müssen beim Wechsel auf Windows 10 insbesondere kundenindividuelle Applikationen auf ihre lokale Lauffähigkeit getestet werden, zum anderen dauert der Rollout von Updates erheblich länger (ganz zu schweigen von den höheren Aufwänden für das alltägliche Management).

Migration beschleunigen durch Virtualisierung

Eine serverseitige Virtualisierung konzentriert das Change Management auf das Server-Backend. Hier wird ein Image für die Applikation zentral bereitgestellt. Die Endgeräte – egal ob Fat oder Thin Clients – greifen auf dieses Image zu. Die Applikation ist durch die Virtualisierung völlig unabhängig vom Betriebssystem auf dem Endgerät. Denn sie wird im Rechenzentrum betrieben. Das Endgerät wird zum Ein- und Ausgabemedium.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Langwierige Tests der Applikationen für die Lauffähigkeit auf spezifischen Endgeräten mit dem neuen (agilen) Betriebssystem entfallen. Der Rollout erfolgt statt in Monaten in Tagen. Dabei können die Endgeräte dann tatsächlich auch die (neuen) Funktionen von Windows 10 nutzen, die Applikation bleibt davon unbehelligt.

Und das lässt sich auch heute schon mit Windows Server 2012/R2 realisieren, nicht erst 2020. Also denken Sie heute schon an eine Virtualisierung ihrer Desktop-Infrastruktur.

4 Kommentare

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  •  
    Martin Reti 31. März 2017 15:10

    Ist Virtualisierung damit Voraussetzung für die Einführung von Windows 10? Oder geht das auch ohne?

  •  
    Uwe Pacharzina 31. März 2017 19:50

    Windows 10 kann natürlich auch ohne Virtualisierungsansätze eingeführt werden. Werden aber Applikationen, insbesondere Business-Applikationen und selbst entwickelte Applikationen virtualisiert bereitgestellt, spart dies in großen Umgebungen viel Testaufwand. Auch hinsichtlich der neuen Microsoft-Strategie für Windows 10 „Windows as a Service“, bei der die Frequenz neuer Releases deutlich erhöht wird (bezogen auf Windows 10 CBB).

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