Uwe Pacharzina
21. Juni 2017 2
Collaboration

Mobility verändert den Arbeitsplatz

Inkrementeller technologischer Fortschritt? Auf diesen Begriff bin ich im Weißbuch zu „Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gestoßen. Als technologische Pessimisten werden die Vertreter dieser Sichtweise bezeichnet. Und Beweise dafür lassen sich auch finden, denn in unseren dynamischen Zeiten gehen mehr Geschäftsmodelle auf und unter als jemals zuvor. Viele so genannte Megatrends verglühen wie Meteoriten in der harten Atmosphäre der Realität.

Anzahl der mobilen Endgeräte übersteigt die Bevölkerung der Erde

Kommt allerdings das Gespräch auf das Thema Mobilität, kommt kaum mehr jemand auf die Idee, sie als Luftblase zu bezeichnen. Im oben erwähnten Weißbuch findet sich eine Studie von Cisco, die das untermauert. 2020 werden 69 Prozent der Weltbevölkerung ein Mobiletelefon besitzen, 68 Prozent werden Elektrizität haben und 36 Prozent ein Auto. Seit Oktober 2014 übersteigt die Anzahl der mobilen Endgeräte die Bevölkerung der Erde. Inkrementell sieht anders aus – zumindest aus meiner Perspektive.

Mobilität ist einer der Megatreiber für den Wandel der Arbeit

Neue Formen der ZusammenarbeitMobilität ist einer der Megatreiber für den Wandel der Arbeit. Noch vor nicht allzu langer Zeit arbeiteten wir (die meisten von uns haben das noch erlebt) mit Desktop PCs, die vernetzt waren. Dann kamen (zunächst recht klobige, leistungsschwache) Laptops dazu, die uns das Arbeiten von unterwegs ermöglichten – zumindest mit Word und Excel. Gleichzeitig konnten wir uns mit Kollegen telefonisch austauschen, wenn wir Fragen zu unseren Offline-Excel-Tabellen hatten. Heute haben wir die Wahl, ob wir auf Laptop, Smartphone oder Tablet setzen. Eine Vielzahl von Diensten sind unabhängig vom Endgerät verfügbar. Unsere Büros sind in ICEs, Straßenbahnen, Starbucks, DB Lounges, Hotelsuiten und, und, und angekommen.

Mobiles Arbeiten steigt immer weiter an

In Deutschland arbeiten 54 Prozent aller Berufstätigen mobil (hier). Für Europa prognostiziert IDC bis 2018 einen Anteil der mobilen Arbeiter von 75 Prozent (hier).

Mobilität ist als Ergänzung stationärer Endgeräte gestartet und schickt sich nun an, zum neuen Standard zu werden. Schon propagieren Anbieter für das Management mobiler Endgeräte, dass sie auch den traditionellen Laptop managen können. Aber seien wir ehrlich: Momentan ist das eine Vision. Bei mobilen Diensten sind wir als Nutzer momentan zumindest noch mit weniger zufrieden als beim „dicken“ Endgeräte-Klassiker. Die Errungenschaften von gut drei Jahrzehnten Desktop Management lassen sich nicht einfach wegwischen. Doch die Idee stimmt: Wir brauchen eine „hybride“ Auseinandersetzung mit einer hybriden Endgeräte-Situation. Mobile und stationär unabhängig vom Endgerät auf ein Plattform verwalten über dem kompletten Lebenszyklus hinweg. Und nicht zwei separate Welten mit verschiedenen Tools aufbauen, um die Silo-Mentalität auch im 21. Jahrhundert weiterzuleben. Die Reise muss – schon allein aus Effizienzgründen und Nutzerfreundlichkeit – in Richtung Vereinheitlichung gehen.

Weitere Impulse bietet unser White Paper „Auf dem Weg ins Liquid-Work-Zeitalter“, das Sie hier herunterladen können.

2 Kommentare

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