Uwe Pacharzina
7. Juni 2017 0
Collaboration

Der moderne Arbeitsplatz – Auf zum nächsten Heureka

Heureka! Die besten Ideen kommen Menschen anscheinend in der Wanne – zumindest wenn man Archimedes als Beispiel heranzieht. Sein ganzes – wahrscheinlich nicht unerhebliches – Grübeln über die König Hierons Krone brachte nichts. Bis er völlig entspannt im Bad saß, der Groschen fiel und er vor lauter Begeisterung über den Auftrieb splitterfasernackt durch Syrakus rief.

Kreativität und Innovation machen den Unterschied

Kreativität und Innovation – das sind auch heute noch Werte, die den Unterschied machen. In unserer Branche gehört Innovation zum „Must have“ jeder Unternehmenspräsentation. Aus gutem Grund: „Creativity and innovation distinguish between leader and follower“, brachte Steve Jobs deren Bedeutung auf den Punkt. Eine Ansicht, die ihn milliardenschwer werden ließ.

Auch das Arbeitsambiente ist entscheidend

Doch Kreativität lässt sich nicht verordnen („Jetzt lassen Sie sich mal was einfallen“). Und klassische Arbeitsplätze sind auch nicht unbedingt kreativitätsförderlich. Die Mehrzahl der Mitarbeiter empfinden ihren Arbeitsplatz als uninspirierend. Arbeitspsychologen halten fest: „Unzuträgliche Arbeitsbedingungen lähmen selbst die Besten“. Um also Mitarbeiter in einer Wissensgesellschaft zu optimalen Leistungen zu führen, greifen moderne Arbeitsplatzkonzepte auch das Arbeitsambiente an. Das Umfeld muss sich der jeweiligen Aufgabe anpassen: Ruhige Ecken für Telefonate oder Videokonferenzen, offene Flächen für Teamarbeit, bis hin zu kuriosen Räumen, die scheinbar keinem Zweck dienen, aber die Gedanken schweifen lassen. Denn – so eine mittlerweile klassische Studie von Baird et al. (2012) – wer seine Gedanken von seinem aktuellen Thema abschweifen lässt, bekommt neue Impulse für eben dieses Thema und wird kreativer. Schauen Sie mal hier rein, dann verstehen Sie, was ich meine.

Kreativer Arbeitsplatz

„Kreativitäts-Arbeitsplätze“ kommen nicht aus der Schublade; sie orientieren sich an den persönlichen und den kontextuellen Faktoren, sie gehen also zum einen auf die persönlichen „Vorlieben“ des Mitarbeiters ein, zum anderen auf die konkreten Bedürfnisse, die er für seine momentanen Aufgaben hat. Der Arbeitsplatz kann sich so im Laufe eines Arbeitstages durchaus mehrmals verändern – je nach „To Do“.

Kreativer ArbeitsplatzDas bedeutet aber, wenn wir den Faden weiterspinnen, deutlich höhere Ansprüche an die Bereitstellung des IT-Arbeitsplatzes. Die räumliche und die persönliche Dynamik spannen ein „Spielfeld“ auf, das traditionelle Bereitstellungsmodelle schnell an ihre Grenzen kommen lässt. Sprich: Die IT-Bereitstellung muss die Dynamik des kreativen Workspace mitgehen. „Was, Sie wollen jetzt eine Video-Konferenz mit Kollegen machen? Da ist in diesem Raum nicht möglich.“ Für vielfältige Collaborations-Aufgaben (vielleicht auch adhoc-Meetings) müssen ortsunabhängig Funktionalitäten dynamisch bereitgestellt werden: „Cooles Brainstorming, aber wie bringen wir unsere schriftlichen Skizzen auf dem Board nun in unsere Ablage?“. Mancher Mitarbeiter will lieber ein voll umfängliches Laptop nutzen, andere sind mit einem Tablet (aber dafür mit zusätzlichen speziellen Produktivitäts-Apps) zufriedener. All das (und vermutlich noch einiges mehr) muss die Arbeitsplatz-IT unterstützen können. Und das ist durchaus eine Herausforderung. Sonst bricht das ganze schöne Konzept für das nächste Heureka schnell auseinander ;).

Moderne Arbeitsformen und Antworten der IT finden Sie auch in unserem White Paper „Auf dem Weg ins Liquid-Work-Zeitalter“, das Sie hier herunterladen können.

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