Dr. Michael Pauly
31. Januar 2014 1
Cloud

Next Generation Cloud

Alles entwickelt sich weiter. Meist kann man das an der Zahl hinter dem Namen erkennen. Je größer die Zahl, desto weiter sind wir in der (technischen) Evolution. Sei es das Internet mit Web 2.0, 3.0 oder sind wir etwa schon bei 5.0 oder, wie ich am Wochenende gelesen habe Industrie 4.0. Zu groß darf die Zahl dann aber dabei jedoch nicht werden, sonst verliert die Aussage wieder an Seriosität ;-).

Industrie 4.0. Dabei dachte ich, dass ich die industrielle Entwicklung verstanden hätte. Die Sache mit der Automatisierung und Standardisierung, die Henry Ford damals begann und die bis heute noch andauert. Über „Just in Time“ und auch „Just in Sequence“ ziehen sich diese Gedanken und Ideen aus der industriellen Fertigung sogar bis ins Cloud Computing hinein.

Industrialisierung ist alles!

Doch was ist hier neu? Wie sieht das im Industrie-4.0-Zeitalter aus? Mhmm, eigentlich verändert sich nur wenig, wenn man mal davon absieht, dass nun jedes Produkt mit seiner Fertigung „redet“ und selbst „bestimmt“, wie es gebaut werden möchte oder festlegt, was zu tun ist. Alles total flexibel und dynamisch. Nachdem also die große Standardisierungswelle über uns geschwappt ist, scheint alles wieder individuell zu werden. Was bedeutet das für die Cloud? Das Ende des einen „großen“ Cloud-Standard-Services?

Genau so ist es. Denn auch Cloud Computing entwickelt sich weiter. Die Cloud-Services werden modularer und auch kombinierbarer. Kurz gesagt: Cloud wird hybrider. Und das muss auch so sein, denn hierdurch wird eine solche Fertigung, wie sie Industrie 4.0 propagiert, erst möglich. Cloud Computing ist hier der Kitt, der im Bedarfsfall Rechenleistung schnell zur Verfügung stellt, der unterschiedliche Systeme miteinander verbindet, der … Bis hin zum Kunden selbst, der immer informiert ist und sieht, wie gerade sein Produkt entsteht oder was dieses gerade so treibt.

Cloud Evolution?

Und wo bekomme ich einen solchen „neuen“ Cloud Service her? Wer liefert mir den? ALLE. Denn ein einzelner kann so etwas gar nicht mehr so einfach schaffen. Doch sind wir mal ehrlich. DEN einzigen großen Cloud-Service für alle und alles gab es eigentlich noch nie. Cloud Computing, wenn ich es einsetze, besteht meist heute schon aus mehreren Services unterschiedlicher Provider. Hier kommt es darauf an, diese geschickt zu kombinieren und sich an den Bedürfnissen des entsprechenden Nutzers zu orientieren.

Und wie manage ich das Ganze, angefangen bei IaaS bis hin zu mehreren SaaS-Anwendungen? Jede über ihr eigenes Tool oder Portal? Alles im Self-Service? Mitnichten. Hier sind Lösungen wie IaaS-Cloud-Broker und Cloud-Integrations-Lösungen gefragt, die derartige Umgebungen handhabbar machen, damit die Komplexität und die Aufwände nicht ins Unermessliche steigen. Doch das ist ein Thema für einen weiteren Blog.

Mein Fazit: Auch Cloud Computing entwickelt sich weiter, auch wenn es nicht durch Zahlen wie 2.0 oder 3.0 „gekennzeichnet“ wird. Die einzelnen Services werden modularer und auch kombinierbarer. Die Anzahl der eingesetzten Cloud-Lösungen von unterschiedlichen Anbietern steigt. Um solche Multi-Cloud-Umgebungen im Griff zu behalten, erfordert es ein besonnenes Vorgehen, die richtigen Ansätze und Partner. In diesem Sinne: Willkommen in der Next Generation Cloud.

Ihr Michael Pauly

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