Dr. Michael Pauly
17. September 2014 0
Cloud

Cloud, die absolute Freiheit?

Die Cloud-Welt ist schon klasse. Und das nicht nur zuhause, sondern eigentlich schon überall. Ich kann machen, was ich will. Ich kann meine eigenen Services selber zusammenstellen, erweitern, wenn ich etwas mehr brauche und natürlich auch wieder die eine oder andere Ressource zurückgeben. Sozusagen die absolute Freiheit.

Doch wie weit geht diese Freiheit? Kann ich wirklich so einfach mal einen anderen Service verwenden, oder sagt mir dann doch jemand in meiner Firma, was ich zu tun und zu lassen habe? Nein, Sie können beruhigt sein. Ich schwinge jetzt nicht die große Compliance-Keule mit erhobenem Zeigefinger.

Von Cloud Pionieren und Siedlern

Aber seien Sie mal ehrlich. In der Pionierzeit von Cloud Computing war doch alles einfacher. Da lief es meist nach Wildwestmanier. Derjenige, der einen Cloud Service als erstes entdeckte und für sich „urbar“ machte, hat ihn mehr oder weniger im Unternehmen etabliert. Nach und nach kamen dann immer mehr Kollegen, z.B. aus Fachabteilungen, und schlossen sich an. Die Cloud wurde besiedelt.

Mit der Etablierung von Cloud Computing in der Unternehmens- und IT-Strategie wurden die Möglichkeiten, die mir Cloud Computing bietet, institutionalisiert. Jeder hat nun ein Recht auf „IT-Freiheit“. Naja, wenigstens scheint es so. Denn wie sieht es aus, wenn ich wieder losziehen möchte? Einen noch besseren Service finden, der mir hilft, noch schneller und flexibler an mein Ziel zu kommen.

Compliance-Falle

Bin ich dann gefangen in der Compliance-Falle? Mitnichten, diese Lücke, wenigstens im Bereich IaaS, schließen heute Cloud Broker. Diese bieten einen strukturierten Ansatz „neue“ Services, wenn sie nicht zu weit weg sind, mit in die Nutzung einzubeziehen. Sollte anderes vonnöten sein, dass es so oder so ähnlich schon gibt, dann kann es schwierig werden. Aber auch hier zeichnet sich bereits eine Lösung am Horizont ab. Services, die meine Daten sicher zur „neuen“ Verarbeitung begleiten und die Ergebnisse dort auch wieder abholen.

Denn am Ende aller Tage geht es doch nur darum, wie ich meine Unternehmensdaten möglichst schnell und sicher verarbeite. Wenn dieses etwas anders als bisher, aber ohne Einfluss auf bestehende Services und Applikationen geschieht, dann sollte dies auch möglich sein, wie schon zu Cloud-Pionierzeiten. In diesem Sinne: Ich bin dann mal weg … zu neuen Cloud-Welten. Denn, ein bisschen Cloud-Wildwest ist auch noch heute möglich.

Ihr Michael Pauly

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