Unbegrenzte Möglichkeiten?

Cloud Blog / 13. Januar 2012

“Die Cloud – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2012. Dies sind die Abenteuer eines Unternehmens, das mit seinen Mitarbeitern unterwegs ist, um neue Cloudwelten zu erforschen, neue Services und neue Apps zu entdecken. Viele Herausforderungen von der sicheren Heimat-IT entfernt dringt das Unternehmen zu Wolken vor, von denen zuvor nie ein Admin gedacht hatte, dass dies möglich sei…” Anwendungen, Speicherplatz und Rechenleistung sind nur einen Mausklick entfernt. Einfach nur übers Netz. Doch halt. Da war doch noch was, oder?

Stimmt. Das Einzige, was man braucht um Cloud-Services zu nutzen, ist ein Netzzugang. Und schon geht’s los. Dann steht mir die ganze Cloud-Welt offen So schnell und so viel wie ich will.

Naja, nicht ganz. Wie ich vor ein paar Tagen gelernt habe. Denn (fast) jede Ressource ist endlich. Nein. Nicht was Sie jetzt denken. Ich rede hier nicht von Rechenleistung oder Speicherplatz. Nein, ich rede hier von der Datenmenge, die ich über die Leitung schicke.

Überschreite ich ein gewisses Datenvolumen im Monat, dann wird mir die Bandbreite gekürzt. “Das kenne ich”, werden Sie sagen, “So etwas gibt es in der mobilen Datenkommunikation.” Stimmt. Aber nicht nur dort, wie ich beim Analystenhaus IDC lesen konnte. Inzwischen gibt es Anbieter (in den USA), welche die zuvor “unbegrenzten” Breitbandleitungen begrenzen, wenn mein zugewiesenes Kontingent – oder sollte ich besser sagen mein zugewiesener Datenmengenbezugsschein – überschritten wird.

Beschränkte Datenmenge und Cloud Computing. Das passt – so meine Meinung – nicht so richtig zusammen. Doch was kann ich tun? Die Geschwätzigkeit, pardon die Datenkommunikation, meiner Anwendungen reduzieren?

Das wäre sicher eine Möglichkeit, wenn dies in meinem Einflussbereich liegt. Was ich auf jeden Fall tun kann, ist die “richtigen Pakete” packen, die ich dann in die Cloud gebe, um so Bandbreite und Datenvolumen zu “sparen”. Aber das ist ja nichts Neues. Dazu habe ich ja schon ein paar “Blog-Gedanken” geschrieben ;-) .

Mein Fazit: Bandbreite ist heute schon eine (manchmal) knappe Ressource. Dies sollte bei der Auswahl des Cloud-Service und bei dem Weg in die Cloud IMMER mit berücksichtigt werden. Und wie so oft sind hier beide Seiten gefordert. Zum einen die Nutzer, die auch den Kommunikationsaufwand und die benötigte Bandbreite mit in Ihre Auswahlkriterien des Cloud-Services aufnehmen sollten. Zum anderen die Anbieter, die die Kommunikation möglichst effizient gestallten sollten. So könnte uns eine Vergabe von Bandbreite “auf Bezugsschein” (hierzulande) erspart bleiben. Denn nicht in allen Punkten sollten wir US-Trends nachmachen ;-). In diesem Sinne, bleiben Sie effizient.

Ihr Michael Pauly

 

Kommentare


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  • Michael

    Das Datenvolumen und die Erreichbarkeit gerade von mobilen Zugänge schränkt die effektive Nutzung von Cloud Diensten extrem ein 25 GB Speicher der Telekom sind gut, aber was hilft es mir wenn ich kein Netz oder schlechtes Netz an dem Ort habe an dem ich auf meine ausgelagerten Cloud Inhalte zugreifen will.
    Die Cloud sollte man daher heute immer noch als nette Zutat sehen, es wird aber schwer alles überall sofort verfügbar zu haben.

  • Dr. Michael Pauly

    Sie haben Recht. Ohne Netz macht Cloud Computing weder Sinn noch Spaß. Und mit einem “eingeschränkten” Netzzugang kommt auch nicht so richtig Freude auf. Deshalb gehört eine Betrachtung der benötigten Bandbreite, des Datenvolumens, das ich hin und her bewege, sowie die Verfügbarkeit IMMER mit dazu. Wo ich Ihnen etwas widerspreche muss ist Ihre Einschätzung von Cloud Computing. Ich denke es ist heute bereits mehr als nur eine nette Zutat. Denn sobald “der Rahmen” stimmt, ist die Cloud inzwischen für manche Anwendungen eine echte Alternative. Aber auch hier gilt – wie eigentlich immer im Leben ;-) – vorher nachdenken hat noch nie geschadet und ich sollte schon genau wissen was ich da (in der IT) mache. In diesem Sinne.

    Ihr Michael Pauly

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