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Cloud Computing = Kostenreduktion

Cloud Blog / 30. November 2011

Wenn mit Cloud Computing schon nicht alles automatisch einfacher wird, wie beim letzten Mal gezeigt, dann bestimmt billiger. Denn schließlich tritt Cloud Computing mit diesem Versprechen an. So die schöne Welt des Wolken-Marketings.

Cloud Computing = Kostenreduktion. Auf diese einfache Gleichung wird in einer Vielzahl von Präsentationen, Talks und Vorträgen alles reduziert. Naja, manche legen dann noch nach und sagen, dass Fixkosten in variable Kosten umgewandelt werden. Sprich: CAPEX (CAPital EXpenditure) wird zu OPEX (OPerational EXpenditure).

Wobei, wenn ich ehrlich bin, ich diese Argumentation noch nicht so ganz verstanden habe. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass ich zwei Ausgaben – seien es einmalige oder wiederkehrende – nur dann vergleichen kann, wenn ich sie auf den gleichen Zeitpunkt beziehe. Hierzu benötige ich dann noch so etwas wie kalkulatorische Zinsen, wie oft ich bezahlen muss etc. Das ganze durchgeexcelt liefert mir die Information, welche Variante günstiger ist. Dachte ich bis dato auf jeden Fall. Vielleicht ist das auch nur viel zu komplex gedacht und in der Wolke gelten andere Gesetze ;-).

Bevor Sie mich mit Kommentaren zu dieser Feststellung bombardieren. Mir ist schon klar, dass Fixkosten betriebswirtschaftlich anders aussehen und auch bewertet werden als variable Kosten. Aber dazu muss man die ganze Thematik von Anfang bis Ende betrachten.

Apropos von Anfang an. Irgendwie muss ich ja auch in die Cloud rein kommen. In den seltensten Fällen erfolgt das ja von selbst ;-). Also die Migrationskosten müssen auch noch mit berücksichtigt werden. Vielleicht gebe ich auch noch etwas für Schulungen aus. Und damit die Kosten nicht so alleine da stehen versuche ich auch noch den Nutzen irgendwie mit Geld zu fassen.

Mir ist klar, dass das nicht ganz einfach ist. Aber um ein abgerundetes Bild zu bekommen sollte ich das schon machen, oder? Die Alternative hierzu wäre sich nur auf der Kostenseite aufzuhalten, vergleichbar den TCO-Betrachtungen im Prae-Cloud-Zeitalter. Aber mal ehrlich. Wenn ich komplett alle Kosten mit rein nehme und nur rational entscheide, würden eine ganze Reihe Cloud Services sicher unter Einsamkeit leiden. Ergo, Cloud Computing ist nicht immer rational und ich muss den Nutzen immer mit ins Kalkül einbeziehen ;-)

Mein Fazit: Durch den Einsatz von Cloud Computing wird meine IT nicht automatisch billiger. Dazu muss ich schon etwas mehr tun. Und, was nicht ganz unwichtig ist, ich muss die Sache ganzheitlich betrachten. Denn nur wenn ich neben den Migrations- und den laufenden Kosten auch noch den Nutzen monetär fasse und in die Berechnung mit einfließen lasse, dann bekomme ich ein realistische Bild der Situation. Und dieses Bild sieht nicht schlecht aus. Wie so oft im Leben. Kosten sind wichtig in der Betrachtung, aber halt nicht alles. Das Gesamtpaket muss stimmen. Oder sehen Sie das anders?

Ihr Michael Pauly

 

P.S.: Und beim nächsten Mal nehme ich mir den Ausspruch von Cloud-Fuzius vor, der weise sagt: “Mit dem ersten Schritt in die Cloud beginnt mit Sicherheit ein neues Leben.” Oder, ist die Cloud doch unsicher? ;-)

 

 

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