Die einfachen sind die guten Fragen

Cloud Blog / 25. November 2011

Oftmals sind die Fragen von „Unbeteiligten“ (das Wort „Unwissenden“ möchte ich hier nicht verwenden) die, die einen so richtig „ins Schwitzen bringen“. Jeder, der Kinder hat, wird dies sicherlich bestätigen können. Den Kinderlosen sei als Alternative die „Frag doch mal die Maus-Show“ empfohlen. Als weiteres (seriöseres) Beispiel kann auch die Frage nach Desktop Virtualisierung und Cloud dienen.

Bezüglich Desktop war seinerzeit für mich der Ansatz ein vollkommen unterschiedlicher:

  • Desktop Virtualisierung mindert Probleme mit Personal Computern als Endgeräten.
  • Cloud Computing sind Services aus einem Rechenzentrum, die man mit irgendeinem Endgerät (meistens browserbasiert) nutzt.

Beide Ansätze bringt (Achtung kein Wortspiel!) „Bring Your Own Device”, kurz BYOD, zusammen. Der Mitarbeiter bringt sein eigenes, in der Regel moderneres, Endgerät mit, das Unternehmen bringt die notwendigen Services (Mail, SAP, Office) auf dieses Gerät. Abgesehen von einigen arbeitsrechtlichen „Untiefen“ ein guter Ansatz. Bei weiterem Interesse empfehle ich Ihnen diesen Beitrag in unserem Workplace Blog.

Die aktuelle Frage zu Cloud war: „Ist Cloud Computing eigentlich Outsourcing?“ Die spontane Antwort war: „Ja.“ Beim Outsourcing übertrage ich definierte Leistungen an einen Dritten, der diese besser und/oder günstiger erbringt. Bei Cloud kommen noch ein paar Kriterien hinzu (dynamischer Leistungsbezug, verbrauchsorientierte Abrechnung usw.) Also ist Cloud eine spezielle Art des Outsourcings. Trotzdem spricht kaum jemand davon. Cloud ist modern, progressiv und hip. Es kann damit nichts mit „traditionellem“ Outsourcing zu tun haben. Der Ruf von Outsourcing scheint, insbesondere bei internen IT-Abteilungen bzw. IT-Töchtern in Konzernen, nicht der Beste zu sein.

Dabei teilen sich beide einige Probleme. Wenn z.B. jetzt die ENISA vor Cloud warnt, so ist das im Kern auch eine Frage, die man sich vor Jahren, als die Verlagerung von Daten in Nicht-EU-Länder schon gängige Praxis beim Outsourcing war, hätte stellen können. Aber eventuell war die Frage (damals) einfach nicht einfach genug.

 

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