Falsche Clouds

Cloud Blog / 13. Oktober 2011

Sind Sie, verehrter Leser des T-Systems Cloud Blogs, sich eigentlich bewusst, dass Sie durch die Lektüre der Beiträge Ihrer Zeit voraus sind? Sie glauben mir nicht? Hier der Beweis: Bereits im April (nicht am 1., sondern am 11.) diesen Jahres hatte Martin Reti von wahren und falschen Clouds berichtet. Letzte Woche, und damit knapp ein halbes Jahr später, hat diese Diskussion einen (vorläufigen?) Höhepunkt erreicht:

Worum geht es in dem Streit? Sicherlich auch um verletzte Eitelkeiten und Imponiergehabe. Es ist sicherlich nicht die feine Art über seinen Gastgeber (Larry Ellison) bzw. dessen Rede zu schreiben/twittern, „er habe die Messlatte niedrig gelegt“. Die Revanche in Form der Verlegung der Rede (von Marc Benioff) auf den Abreisetag (8:00 Uhr morgens nach der Abendveranstaltung am Vortag) ist allerdings ebenso unfein. Da prallten mit Ellison (laut Forbes die Nummer 5 der reichsten Menschen der Welt) und Benioff, der auf seiner Hausmesse Anleihe beim politischen Frühling der arabischen Welt nahm, zwei ebenso außergewöhnliche wie sicher auch nicht unumstrittene Führungspersönlichkeiten der IT-Welt aufeinander.

Worum aber geht es in der Auseinandersetzung der beiden wirklich? Es geht um Standards, um Private versus Public Cloud, um Vendor lock-in, letztendlich um Marktanteile bei Cloud Computing. Salesforce sieht die Private Cloud als  „Etikettenschwindel“ (im Englischen „Cloud Washing“ oder „Lipstick (on) the pig“), der nur den Hard- und Softwareverkauf ankurbeln soll. Oracle verweist auf seine Akzeptanz von Standards, die sogar einen Plattformwechsel von Oracle zu Amazon ermögliche. Dies sein auf Forec.com nicht möglich, hier sein man an die Plattform gebunden. Jeder sieht sich damit in der Position, die eigene Lösung als „richtige“, das Angebot des Wettbewerbers als „falsche“ Cloud zu bezeichnen. Bitte erwarten Sie jetzt von mir keine Entscheidung, wer „im Besitz“ der „wahren“ Cloud ist. Hier kann ich nur auf die obigen Ratschläge von Martin Reti verweisen. Aber die berücksichtigen Sie ja schon seit sechs Monaten.

 

P.S. Werbung in eigener Sache: Nachlesen können Sie ältere – wie sich aber oben gezeigt hat immer noch aktuelle – Beiträge nun auch wieder in „klassischer“ Papierform. Seit einigen Tagen ist der zweite Band unseres Buches „Instant Blog II“ erhältlich.

 

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