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13. September 2013 Lösungen

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Neues vom Datenschutz

Cloud Blog / 6. Oktober 2011

„Nicht schon wieder“, wird der geneigte Leser denken. Ich kann die Datenschutzdebatte rund um Cloud nicht mehr ertragen. Trotzdem oder gerade deshalb ein paar Ansichten zum „Für und Wider“.

Gerade erst hat Forrester unseren Datenschutz mit „most restrictive“ eingestuft. Auf deren Weltkarte können nur noch die Schweiz und Argentinien mit Deutschland mithalten. Ersteres verwundert mich kaum, hatte ich doch gerade erst Einblicke in die Denkweise Schweizer Banker, deren Sicherheitsbedürfnisse durch Daten-CDs (in den Händen deutscher Finanzbeamter) offenbar nachhaltig geprägt wurden.

Auch die USA hatten, analog zu Deutschland, so ihre Auseinandersetzungen mit eidgenössischen Banken bzw. der Schweiz als Staat. Fundamental anders ist aber diese Einschätzung: „US-Politiker sehen Innovationshemmnisse durch EU-Datenschutz“. Unternehmen wie Google oder Facebook sind Multi-Milliarden-Dollar-Konzerne und haben nicht ohne Grund ihren Ursprung in den USA, die Forrester übrigens unter „minimal restrictions“ einstuft.

Datenschutz als Hemmnis ist wenigstens eine klare Haltung. Schizophren dagegen die Haltung vieler deutscher Stellen. Beim ZDF z. B. wird gerne kritisch über Facebook und dessen „Nicht-Datenschutz“ berichtet. Gleichzeitig nutzt man Facebook munter als Plattform zur Verbreitung eigener Inhalte. Das ist so konsequent wie die Tipps zur Internetsuchtbekämpfung, die man unter heute.de suchen soll. Auch viele Ministerien, Behörden und Ämter nutzen Facebook & Co. So verwundert es kaum, dass sie damit ins Visier von Thilo Weichert geraten, der auch ihnen konsequenterweise den “Gefällt mir”-Button in seiner aktuellen Form „austreiben möchte“. Das wiederum bringt ihm die Kritik von Landesfürsten und in Opposition zum Bundesinnenminister.

Mit Spannung verfolge ich zudem die Auseinandersetzung von Wiener Jurastudenten mit Facebook. Die Differenzen lassen sich sicherlich nicht beim Plausch mit einem Kaffee bzw. einer Melange ausräumen. Ebenfalls Gesprächsbedarf (mit oder ohne Kaffee) haben offenbar auch Unternehmen, die heute schon Cloud Computing bei US-Anbietern nutzen, mit diesen Anbietern. Hier gilt es die bestehenden Verträge zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Zumindest sind die Kriterien für legales Cloud Computing klarer geworden. Ein Ende der Diskussion ist aber noch lange nicht in Sicht. Und so werden wir uns sicherlich noch länger mit dem Thema beschäftigen dürfen, ob wir wollen oder nicht.

 

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