Lückenbüßer oder Heilsbringer

Cloud Blog / 9. September 2011

Der Weg in die Cloud ist wahrlich nicht einfach. Und dabei spreche ich noch nicht einmal von Systems Integration Angeboten wie unseren Cloud Readiness Services oder vergleichbaren Cloud Angeboten der Wettbewerber (Die Kollegen werden natürlich sagen, dass sie nicht vergleichbar, weil einmalig gut sind).

Nehmen wir allein die Cloud Definition. Hier halten wir es bekanntlich mit dem NIST. Zuerst also muss der geneigte Interessent sich darüber klar sein, welche Kriterien für ihn Cloud ausmachen. Danach soll er sich für die private oder öffentliche Form der Cloud entscheiden. Die Protagonisten beider Richtungen liefern sich ja bisweilen heftigste Argumentationsgefechte bezüglich der einzig wahren Cloud. Im Zweifelsfall wählt man die hybride Mischung oder den Spezialfall Community Cloud. Für letztere Art sollte man in Deutsch eventuell den Begriff Vereinscloud einführen. Das hat doch direkt etwas Vertrautes und der Deutsche ist doch für seine Vereinsgründungsfreudigkeit bekannt. Oder ist die bei Digital Natives im Web 2.0-Zeitalter nicht mehr gegeben? Ich schweife ab, zurück zum Thema.

Dann erst sollte man sich Gedanken machen, was man eigentlich aus der Cloud beziehen möchte. Zur Auswahl stehen:

  • Software as a Service (SaaS)
  • Platform as a Service (PaaS)
  • Infrastructure as a Services (IaaS)

Fragt man nach Beispielen, so werden häufig Salesforce und Amazons Web Services genannt. Ersteres steht für SaaS und letzteres beispielhaft für IaaS. Hinterfragt man dagegen PaaS, so kommt meist eine kurze (eventuell auch schneller gesprochene) Erklärung: Das ist IaaS und ein bißchen an Middleware „oben d’rauf“. Auch ich „mogle“ mich bisweilen bei Nachfragen zu PaaS so zum nächsten Thema. Eventuell beschreibt man auch noch die Lizenzproblematik in der Cloud. Aber selbst Forrester hat in seinen „Sizing the Cloud“ PaaS als eher „unspannenden“ Bereich klassifiziert. (Das mag, folgt man dem Link, in Grafik zunächst anders aussehen. Aber diese stellt lediglich vier von zwölf Segmenten dar, in die Forrester, abweichend zum Nist, die Cloudwelt einteilt. Wie ich oben schon sagte: Der Weg in die Cloud ist wahrlich nicht einfach.) PaaS jedoch scheint ein Lückenbüßer zu sein. So zwischen IaaS und Saas. Nicht wirklich spannend.

Umso erstaunter war ich, als in einem Vortrag seitens Forrester das Thema Plattform als wichtig deklariert wurde. Der Börsenwert einer Salesforce scheint sich auch entscheidend über die Plattform force.com zu definieren. Ärgerlich, dass mir solche Widersprüche immer erst auf der Nachhausefahrt auffallen. Da fällt mir dann auch noch ein, dass meine Kollegen unser „Cloud-Flagschiff“ Dynamic SAP auch immer als PaaS einstufen. Bei der Begründung haben sie mich allerdings immer „abgehangen“. Hier werde ich mich jetzt sicherlich nochmals „aufschlauen“. Denn PaaS scheint ja ein echter „Heilsbringer“ zu sein. Wenn man erst einmal die genauen Definitionen (und Möglichkeiten) durchschaut. Der Weg in die Cloud ist wahrlich nicht einfach. Aber das wissen Sie ja schon.

 

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