Irgendwann ist Schluss

Cloud Blog / 6. September 2011

Manchmal packt es mich einfach. Dann brauche ich mal eben einen virtuellen Server. Mal eben eine Anwendung. Schnell. Einfach. Unkompliziert. Eben Cloud. Denn wozu gibt es schließlich den User Self-Service. So kommt denn eines zum anderen… Wie man sich denken kann.

Und was soll ich sagen. Mit der Cloud verhält es sich wie mit vielem im richtigen Leben. Dinge die mal eben schnell gemacht wurden muten meist eher einem Provisorium an, als einer wohl durchdachten und geplanten Lösung. Dabei weiß jeder: Nichts hält so lange und ist so beständig wie ein Provisorium! So sammelt sich über die Zeit vieles an. Naja, Sie kennen das ja. Irgendwann muss jeder mal aufräumen. Auch in der Cloud.

Bei aller Sammelleidenschaft oder auch Sammelwut, stellt sich mir immer wieder die Frage: “Wann soll bzw. muss ich mich von meinen (virtuellen) Cloudservern verabschieden?” und “Wie mach ich das denn nun?”.

Da kommen mir Überlegungen zum Cloud Service Lifecycle in den Sinn. Denn irgendwann ist halt Schluss. Aber kann ich diese Herausforderung – wie so vieles in der Cloud – automatisiert angehen? Natürlich kann ich das. Auf die eine oder andere Weise. Mal etwas freundlicher, mal etwas unfreundlicher.

Zu den freundlichen Methoden gehört z.B., dass ich schon bei der Bestellung der Ressourcen, diesen ein “Verfallsdatum” mitgebe. Sozusagen ein Cloud Computing Mindesthaltbarkeitsdatum (CCMHD) ;-). Nach dieser Zeit verlängert sich die Ressource automatisch um einen weiteren Zeitraum, nachdem der Nutzer entsprechend “freundlich” erinnert wurde.

Eher etwas unangenehmer ist es dann schon, wenn nach Ablauf der ersten Frist die Ressourcen einfach abgeschaltet werden. So nach dem Motte: „ Die brauchst du ja sowieso nicht mehr. Hast du irgendwann früher schon einmal gesagt.“ … und Schwupp, schon sind sie weg. Aus Sicht desjenigen, der die Cloud in Ordnung halten muss und hin und wieder auch mal auf die Kosten sieht mag das vielleicht verständlich sein. Aber – so meine Meinung – sehr unangenehm ist das schon.

Mein Fazit: Aufräumen macht in der Cloud genau so viel (oder auch so wenig) Spaß wie im wahren Leben ;-). Und auch hier trenne ich mich genau so einfach oder auch ungern von (liebgewonnenen) virtuellen Servern wie von anderen Dingen. Da hilft es schon, wenn man hin und wieder dazu “ermuntert” wird. Aufpassen sollte man nur, damit einem nicht unerwartet so etwas geschieht. In diesem Sinne sollte ich jetzt vielleicht mal meinen Schreibtisch aufräumen, bevor es jemand anderes tut.

Ihr Michael Pauly

 

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