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13. September 2013 Lösungen

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Die Cloud als Heizung

Cloud Blog / 4. August 2011

Das Thema der Urlaubszeit ist? Nein, nicht wer versorgt meine Blumen während ich weg bin. Natürlich ist es das Wetter. Gerade an Tagen, an denen die Sonne ob der vielen Wolken nicht sichtbar wird und zudem bisweilen noch Starkregen die Keller flutet. Meine bei den Kollegen nicht unumstrittene Vorliebe für Zitate aus Filmen und Liedern bringt mir „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ des unvergessenen Rudi Carell in den Sinn.

Für die Digital Natives: Rudi Carell war ein Showmaster und Sänger, der u.a. Mitte bis Ende der Siebziger mit seiner Sendung „Am laufenden Band“ für Furore sorgte. Bei YouTube findet sich auch der obige Song, den ich hier, nachdem ich eine Schulung für Blogger genossen habe, aus Urheberrechtsgründen nicht verlinke. Als Anreiz für die Beschäftigung mit dieser Epoche deutscher Fernsehunterhaltung mag das Comeback von „Dalli Dalli“ im NDR dienen.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Kalter Sommer, schlechte Stimmung, hohe Heizkosten. Nein! Zumindest Letzteres muss nicht sein. Denn Cloud Computing bringt auch hier die Lösung. Statt in großen Rechenzentren hunderte  bis tausende von Servern vor sich hin rechnen und dabei Abwärme produzieren zu lassen, bekommt jeder von uns einen Server nach Hause. Diese Erkenntnis verdanken wir offenbar Microsoft und einem Forschungsprojekt. Die bis zu 50 °C warme Abluft der Server kann zum Heizen, der Warmwassererzeugung oder zum Wäschetrocknen genutzt werden. Dazu reicht ein Server mit 40 bis 400 CPUs. Die große Spanne erklärt sich sicherlich aus der Dynamik der Clouddienste. Hoffentlich ist die Auslastung auf „meinem“ Server im Winter immer ausreichend hoch. Ich wünsche mir einen Kunden mit gutem Weihnachtsgeschäft und Umtäuschen sowie „Gutscheineinlöseverkäufen“ bis Februar oder März.

Offen ist für mich noch der Securityaspekt. Wissen die Sicherheitsbehörden von meinem Rechenzentrum im Keller? Was mache ich, wenn das FBI bei mir klingelt und Server mitnehmen möchte? Eventuell haben die Kunden aber auch ein Einsehen und hören auf Rakesh Kumar (Vice President bei Gartner). Der hat über Container-Rechenzentren folgendes gesagt: “Sie können diese Daten nicht einfach auf einem Parkplatz in der Wildnis abstellen und auf Sicherheitspersonal verzichten, das sind kritische Daten, die nach Branchenregeln behandelt werden müssen.” Oder bekomme ich mit dem Cloudserver auch gleich einen Wachmann ins Haus? Der könnte doch dann während meines Urlaubes auch die Blumen gießen. Damit wäre dann zumindest das zweitwichtigste Thema der Urlaubszeit erledigt. Jetzt muss nur noch das Wetter besser werden.

 

Kommentare


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  • Dr. Martin Reti

    Wieviele CPUs würden wir wohl brauchen, um eine Sauna im Pracht´schen Haushalt einzurichten ;-)

  • Hartmut Rocker

    SUPER!

    Lieber Kollege, über einen Youandme-Blog bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden.
    Endlich mal ein Beitrag, der sich ganz praktisch und für “Normalos” verständlich mit dem Thema Cloud befasst. Und dazu nicht so bierernst und besserwessimäßig, wie man es leider oft liest.

    Super! Vielen Dank für diesen launigen Beitrag
    und “weiter so” sagt
    Hartmut Rocker, PBM TI NL NW

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