Piep, piep, piep ich hab’ dich lieb

Cloud Blog / 30. Mai 2011

Der nur noch kurz ESC genannte Eurovision Song Contest in Düsseldorf ist ja jetzt auch schon Geschichte. Schon vorher Geschichte und damit fester Bestandteil der zahlreichen im Vorfeld gesendeten Rückschauen war Guildo Horn mit seinem „Guildo hat Euch lieb!“ Immerhin belegte Deutschland mit diesem Song 1998 den siebten Platz. Legendär vor allem die Textzeile „Piep, piep, piep ich hab’ dich lieb“.

So ungefähr war der Tenor einer neuen Partnerschaft, die seit vorletzter Woche die Welt der Cloud bereichert. „Amazon bietet SAP-Lösungen in der Cloud“ ist da zu lesen. Ist das nicht toll? Zwei der führenden Unternehmen bündeln ihre jeweils führenden Kompetenzen zum Wohle der Kunden, damit diese noch bessere Services bekommen. Doch Moment. Hörte sich das nicht vor 14 Tagen noch ganz anders an: „Amazons Serverausfälle alarmieren SAP“ war da zu lesen. Das scheint offenbar nicht nur mir merkwürdig: „Vor wenigen Wochen waren zwei Amazon-Server tagelang ausgefallen. Dennoch bietet der deutsche Softwarehersteller Cloud-Programme über Server des US-Konzerns an. Trotz des Ausfalls vor wenigen Wochen vertraut SAP Teile seines Softwareangebots Amazons Rechenzentren an.“ Werfen wir doch einfach einmal einen Blick hinter solche Partnerschaften: Fast zeitgleich gab es eine Partnerschaft SAP und Microsoft. Auch hier zum Wohle der Cloud: „SAP und Microsoft bauen ihre langjährige Partnerschaft aus und planen, die Integration von SAP-Software mit der Virtualisierungs- und Cloud-Technologie von Microsoft zu verbessern.“ Natürlich hat auch T-Systems entsprechende Partnerschaften mit Microsoft und SAP. Und natürlich stehen die Angebote von Amazon und T-Systems nach IaaS nun auch bei SAP-Diensten im Wettbewerb. Spannender ist, dass auch vermeintliche Kooperationspartner auf anderen Feldern im Wettbewerb stehen. Microsoft und SAP bei CRM- und ERP-Systemen. Und auch Office 365 von Microsoft und die Dynamic Services for Collaboration der T-Systems adressieren zumindest in Teilen eine vergleichbare Zielgruppe.

So kooperiert in dem noch jungen Markt jeder mit jedem und jeder ist mit jedem auch irgendwie im Wettbewerb. Für den Kunden ist es eventuell schwierig, den Überblick zu behalten. Er sollte sich genau fragen, welche Kombination von Partnern für ihn einen Mehrwert bringt und wie dauerhaft er die entsprechende Allianz einschätzt. Denn eines ist klar: In der sich rapide verändernden IT-Welt sind auch Partnerschaften limitiert. Das jüngste Beispiel  ist Intel-Chef Paul Otellini, der, zeitgleich zur Ankündigung der SAP-Amazon-Partnerschaft, verkündet: „Nokia war der falsche Partner.Wurde hier nicht auch einmal ein neuer Markt geschaffen?

 

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