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Bald ist alles Cloud

Cloud Blog / 1. März 2011

“Van Gogh – war das nicht der holländische Torwart, der dem argentinischen Stürmer damals …”. Einst konnte man sich ja wunderbar in Misskredit bringen, wenn man Defizite in klassischer Bildung hatte. Heutzutage verliert man das Gesicht, wenn man angesichts Cloud Computing sprachlos ist.

Aber nur keine Angst: Über kurz oder lang kommt niemand an der Wolke vorbei: Wenn Bild und Zeit darüber schreiben und die Cebit das Thema als Highlight entdeckt, dürfen wir sicher sein, dass unser Baby alt genug ist, auf die Gesellschaft losgelassen zu werden. Ob wir damit der grundlegenden Wahrheit des “Was ist Cloud Computing?”  näherkommen, darf indes getrost bezweifelt werden. Sie wissen schon: Zuviele Köche … (nostra culpa, nostra magna culpa: die Kollegen Pracht, Pauly und ich rühren ja auch kräftig mit ;-)

Vielleicht wäre es ein dankenswertes Geschäft, wenn sich mal jemand die Mühe machte, die Anzahl derjenigen zu ermitteln, die sich mit Cloud Computing beschäftigen und das in Relation zu den auflaufenden Definitionen zu setzen. Er wird feststellen, dass wir irgendwann den Punkt erreicht haben, dass genügend mitdiskutieren, so dass wir die Weisheit der Massen als Ersatz für eine wissenschaftliche Definition heranziehen können. Nichts Neues am Himmel der Web 2.0-Ära. Aber wie wir mittlerweile wissen, sind auch wissenschaftliche Publikationen nicht immer das Papier wert, auf dem sie plagiiert wurden ;-) O tempora, o mores.

Natürlich können wir auch auf Experten wie Cloudfuzius (“Del weise Mann baut seinen Leis wedel selbel an noch velkauft el ihn, sondeln el nutzt einen Selvice”) oder Dilbert zurückgreifen. 1997 bestanden Clouds bei Dilbert noch aus Dampf, der den Ohren des pointy haired boss entströmt (was auch heute noch bisweilen gängige Definition ist). 2009 summierte er die Diskussion “Hype oder Realität?” und “Aber das geht doch nicht wegen der Sicherheit”. Schlussendlich ( im Januar 2011) entwickelt Dilbert Produkte auf Basis einer Cloudphilosophie – womit wir wieder bei Cloudfuzius wären ;-)

Michael Pauly wird diesen Faden auf der Cloud Computing World des Bitkom am 2. März aufnehmen. Und dafür plädieren, dass wir uns einen Überblick verschaffen. Schwierig, da ja bald allem in der IT der Passus Cloud anhängt.

Ob wir das schaffen? Das mit dem Überblick? Großereignisse haben eigentlich noch nie dazu beigetragen, dass wir hinterher klarer sahen. Ganz im Gegenteil: Auch nach der Cebit werden wir nicht klüger sein, aber durch die Fülle der Meinungen werden wir mehr noch mehr zum Nachdenken haben. Und wir werden feststellen, dass quasi alles und jeder schon in der Cloud ist.  Als Gewinn werden wir noch mehr Impulse mitnehmen, die wir nutzbringend in die Diskussionen auf Cocktailparties einwerfen können. Und wenn uns jemand fragt, wie wir in die Wolke kommen, dann können wir antworten: Wie bei Tron – eigentlich unverständlich, warum die Filmmacher das Innere des Rechners “Raster” nannten und nicht Cloud …

Einen interessanten und kurzweiligen Besuch auf der Cebit wünscht Ihnen
Martin Reti

 

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