Geerdete Cloud

Cloud Blog / 11. Januar 2011

Im privaten Umfeld ist Cloud Computing für viele Benutzer nur das „Mittel zum Zweck“. Cloud bringt ja auch keinen direkten Nutzen. Den bringen die zahlreichen Services des Web 1.0 und 2.0 und zukünftig natürlich auch die des Web X.0. Für viele ist ein Leben ohne Facebook & Co. nicht mehr vorstellbar. Und so wird bei einem Ausfall neben der technischen Seite auch sofort über die Auswirkungen auf die Nutzer berichtet.

Umso schlimmer sind Ankündigungen bzw. Überlegungen zur Schließung eines Dienstes wie wir sie letzte Woche bei Yahoo hinsichtlich Delicious erleben mussten. „”Thanks Yahoo. For killing delicious…and the trust in Cloud Computing.” kann man da lesen. Auch an anderer Stelle wird die Reputation von Cloud Computing als beschädigt eingestuft: “Wikileaks und Amazon haben Cloud Computing einen Bärendienst erwiesen”.

In der Ruhe der Feiertage und des Jahreswechsels findet sich auch in solchen Meldungen die positive Botschaft:

Cloud Computing hat nichts Mystisches oder gar den Anspruch der Weltverbesserung (abgesehen vom Green IT-Aspekt). Es unterliegt den Regeln, die, ob wir es gut oder schlecht finden, auch unser sonstiges Leben bestimmen. Im Bedarfsfall gilt es, gemäß demokratischen Gepflogenheiten, diese Regeln zu ändern. Cloud aber unterliegt Recht und Gesetz und Cloud unterliegt auch den Gesetzen der Marktwirtschaft.

Das sollte auch nichts Neues sein. Wenn heute z.B. für „Die Post im Internet: Der E-Postbrief“ geworben wird, so erinnere ich mich, dass unter ePost vor 10 Jahren eine lebenslange E-Mail-Adresse beworben wurde, die dann nur 5 Jahre hielt. Damals für die Betroffenen sicherlich eine ebensolche „Katastrophe“ wie heute eine Facebookausfall (das Ende von Facebook mag ich mir nicht vorstellen). Obwohl … Cloud steht immerhin auch für Dynamik. Da muss man eigentlich auch die Möglichkeit eines Diensteabgesangs berücksichtigen.

Auch dies ist Cloud und jeder, egal ob privater oder geschäftlicher Nutzer, sollte diese Aspekte berücksichtigen. Nur so kommt er zu einer angemessenen Entscheidung, die Neudeutsch dann Sourcing-Strategie heißt.

 

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