Etwas Cloud-Klamauk: Go, McFly!

Cloud Blog / 22. Oktober 2010

“So, Zeitleitung einschalten, Fluxkompensator… fluxuiert, Maschine läuft, es kann losgehen.” Soweit Marty McFly, Pilotuser der DeLorean-Zeitreise-Einheit. Das war anno 85, … 1985, um genau zu sein. Im letzten Jahrtausend.

Im September 2010 titeln meine Kollegen “Wie kommt das Auto in die Wolke?”  in der neuesten Ausgabe unseres Kundenmagazins Best Practice. Naja, mit einer Rampe könnte man antworten oder wenn es sehr schnell fährt … Aber Sie wissen ja, dass bei hohen Geschwindigkeiten relativistische Effekte eintreten. Je schneller, desto schwerer wird das Transportmittel. Und dann die Raumzeitkrümmung … Nicht auszudenken, was da passieren kann. Dazu am Ende mehr. ;-)

Natürlich wollen mir die Kollegen sagen, dass das Auto mit dem Internet verbunden wird und bald wahrscheinlich von alleine fährt und mir die Stauzeiten mit Cocktails und unterhaltsamen Dienstleistungen verkürzt (“Für das Abspielen eines Videos sagen Sie ´Video´, für eine Nackenmassage ´Nacken packen´, den Autopilot schalten Sie mit ´Autopilot´ ein …”)

Spaß beiseite. Schon heute wird absehbar, dass sich durch Cloud Computing, in diesem Fall ganz trivial als die Durchdringung des Lebens mit dem sich ständig ausbreitenden Internet verstanden,  die ganze Gesellschaft verändert. Ein Besuch der Uffizien ohne Anreise nach Florenz, ein Auto, das mir während der Fahrt Mails vorliest und die mündliche Antwort an den Absender zurückspielt oder gar alleine fährt, wie wir kurzem zu sehen und zu lesen war. Das ist alles keine Fiktion mehr wie McFlys DeLorean.

Angesichts solcher Tatsachen fühlt man sich an Science Fiction erinnert – und natürlich machen wir in diesen Tagen die “Wolke” für den “Fortschritt” verantwortlich. Da liegt es auch nahe, mal zu diskutieren, ob nicht bald auch das Beamen mit IT-Unterstützung Realität werden könnte. Autos gehörten dann ein für alle Mal der Vergangenheit an. Und die lästigen Dienstreisen würden sich drastisch verkürzen. “If you have a problem – just put it to the cloud”. ;-)

Eine einfache Rechnung sollte unsere Euphorie aber nachhaltig bremsen: Das Datenvolumen, das für ein einzelnes Atom gespeichert werden müsste (Energiezustand, Position im Raum, Bindungen an Nachbarn etc.) , lässt sich  auf einer DIN A4-Seite festhalten. Für einen Menschen mit seinen paar tausend Quadrillionen Atomen (10 hoch 28) brauchen  wir etwa 10 hoch 19 Terabyte an Daten.

Tja, damit könnte man einen recht hohen Festplattenstapel anfertigen: Der reichte etwa von Gelsenkirchen bis OGLE-2005-BLG-169Lb. Mit 9000 Lichtjahren ist das ein Drittel der Strecke bis zum Milchstraßenzentrum. Außerdem soll es dort ziemlich kalt sein. Bei einer Übertragungsrate von 100 MBit/s wären unsere Atome etwa 27.500 Milliarden Jahre unterwegs. Und damit ginge es Ihnen als Pilotuser denn auch so wie vielen anderen Daten in der Cloud: Sie wären eine Weile in den Netzen unterwegs. Dann doch lieber zu Fuß.

Mal abgesehen davon, dass bei der Umwandlung von Masse in Energie noch ein wenig Energie freiwürde – das Äquivalent von etwa 1000 Wasserstoffbomben, haben kluge Leute ausgerechnet. Wir nehmen heute mit: Der Fantasie des Menschen sind keine Grenzen gesetzt, dem Cloud Computing immer noch. ;-)

Und nun gratuliere ich Ihnen, dass Sie sich bei diesem Cloud-Klamauk bis ans Ende durchgearbeitet haben. Für ernsthafte Themen nutzen Sie die Kommentarfunktion.

Mit besten Grüßen
Ihr
Martin Reti

p.s. Und damit ist bewiesen, dass wir einen Beamblog auch ohne die Erwähnung der Enterprise machen können ;-)

 

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