Hermann Hänle
14. September 2015 1
Automotive

Urban Mobility – im Spannungsfeld von Utopie und Realität

Urban Mobility? Fragen Sie dazu am besten einen Stuttgarter. Der wird Ihnen Aufschlussreiches erzählen können zu entschleunigtem Autofahren, Parken in zweiter Reihe, traumatischen Erlebnissen beim Kampf um jeden Quadratzentimeter Verkehrsraum. Als Bewohner der deutschen Stau-Hauptstadt sind wir die Galionsfiguren der urbanen Immobilität – Frauen und Männer am Rande des alltäglichen Nervenzusammenbruchs ;).

Zwei Megatrends begegnen sich: Urbanität und Mobilität

Der Trend der Urbanisierung ist nicht aufzuhalten. EU-weit leben 60 Prozent aller Menschen in urbanen, d.h. städtischen Großräumen. 17 Millionen Menschen verlassen in Deutschland täglich ihre Gemeinde auf dem Weg vom Wohnort zum Arbeitsort. Je nach Quelle erzeugt diese mobile Gesellschaft zwischen 20 und 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen. Die Schattenseite der Mobilität. Und umso mehr Grund, dass sich was tun muss.

Auf der Suche nach der verkehrsfreundlichen Stadt

Seit Jahrhunderten konzipieren findige Geister ideale Städte – natürlich auch in Hinblick auf den Straßenverkehr: In der Fächerstadt Karlsruhe (das dieses Jahr seinen 300. Geburtstag feiert) begeisterte sich Markgraf Karl Wilhelm für 32 Straßen, die sternförmig ins Zentrum führen. Da lassen sich (theoretisch) schnell Ausweichrouten finden – zumindest so lange man ins Schloss will. In Brasilia sah man sich 1956 modernsten Städtebau-Konzepten verpflichtet: breite Straßen, Tiefgaragen für effizienten Verkehr – allerdings ohne Fußgänger zu berücksichtigen ;).

IT für Urban Mobility

Heute ist es die IT, die neue Impulse für den urbanen Verkehr gibt. Der neue Gedanke dabei ist, dass alle Aspekte des Verkehrs vernetzt werden: Autos, Verkehrsinfrastruktur (wie Straßen, Parkplätze, Ampeln, Straßenbeleuchtung, …) und andere Verkehrsmittel, um eine Art Verkehrs-„Organismus“ zu kreieren. Dazu braucht es Intelligenz in den verschiedenen Komponenten, ein performantes und sicheres Netz und eine zentrale Plattform, die die verschiedenen Impulse und Daten zeitnah auswertet und mit den Erkenntnissen den Verkehr „smart“ macht. Internet of Things trifft Big Data.

Der Traum der Bewegungsfreiheit

Vielleicht bekommen wir auf dieser Basis dann tatsächlich eines Tages eine App, die Autofahrer sicher, zeitsparend und effizient durch das tägliche Großstadt-Getümmel führt oder möglicherweise sogar Individual- und öffentlichen Verkehr sinnvoll kombiniert oder gegeneinander abwägt: „Wollen Sie wirklich mit dem Auto fahren? Sie könnten alternativ … und sparten dabei 30 Minuten …“
Solch Utopien werden nicht allein durch IT zu bewerkstelligen sein – aber ohne sie gar nicht. Städtebauliche Infrastrukturmaßnahmen werden eine weitere wichtige Komponente sein. Dazu regulatorische Maßnahmen und natürlich das Umdenken einer mobilen Gesellschaft, die in die Städte strebt.

IAA – mehr als Auto

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Welche Mehrwerte ICT für Urban Mobility heute schon leisten kann, das zeigen wir auf der IAA in der New Mobility World. Und weil wir uns darüber im Klaren sind, dass die abgasfreie und verzögerungsfreie Innenstadtmobilität noch einige Jahre entfernt ist, haben wir Lösungen dabei, die wenigstens die Wartezeit im Auto verkürzen oder produktiver machen. Urban Mobility ist mehr als nur Autos – und bietet den Blick über die Karosserie hinaus. Wir begleiten den Auftritt in den sozialen Medien unter dem Hashtag #Wirdechtzeit. Schauen Sie mal rein und teilen Sie mit uns Ihre Gedanken für die Zukunft der städtischen Mobilität.

1 Kommentar

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