Leoni Jaeger
21. Oktober 2016 1
Automotive

Digital Native meets analoges Autohaus! Clash der Kulturen…

Automotive Sales und Aftersales – Digital?! Na klar!

Hilfe ist die Straßenbahn in Stuttgart heute Morgen schon wieder voll, denke ich als ich auf dem Weg zur Arbeit an der Zacke einsteige. Viele Kinder, Jugendliche auf dem Weg in die Schule und Berufstätige, so alt wie ich, einige ältere, die gerade auf dem Weg zur Arbeit sind. Ich schaue mich um – wer hat eigentlich nicht gerade sein Smartphone in der Hand, tippt auf dem Bildschirm rum oder swipped von oben nach unten, vermutlich gerade dabei seinen News-Stream auf Facebook zu aktualisieren. Die Digitalisierung hat uns voll im Griff. Smartphones, Tablets, egal wo man hingeht, alles digital, mobil, online.

Normalerweise fahre ich viel lieber mit dem Auto zur Arbeit, denk ich als ich den Home-Button von meinem IPhone drücke um zu überprüfen, ob ich meine Anschluss-Bahn noch erreiche. Allerdings steht mein Auto gerade in der Werkstatt – die Bremsen sind runter. Gut, irgendwann muss wohl mal ein neues her denke ich. Eigentlich gar keine schlechte Idee, um mal zu schauen, wie digital unsere Autohäuser unterwegs sind.

5 Tage später: im Autohaus

Ich stehe auf dem Hof beim Händler und frage mich: Sind Autohäuser eigentlich bereits bei der Digitalisierung angekommen? Wenn ich mir das hier so angucke, dann komme ich zu dem klaren Entschluss: es könnte besser sein! Stellt euch mal folgendes Szenario vor: Sonntagmittags besuchen viele Leute ein Autohaus oder schauen auf den Gebrauchtwagenhof vom Händler, ob der richtige Wagen dabei ist (ja, genau wie ich gerade). Jetzt ist nur das Problem, dass immer nur die Zettel im Auto liegen mit profanen Infos zu KW und zulässigem Gesamtgewicht – Fotos oder ähnliches muss ich selber machen. Auch wenn ich Probefahrten vereinbaren möchte, ist das gar nicht so leicht. Entweder anrufen oder auf der Homepage den Termin machen? Also ganz ehrlich: Wenn ich mir die Leute mit Ihrem Smartphone aus der Bahn von letzter Woche angucke, dann wäre es doch viel einfacher alles mit dem Smartphone zu erledigen.

Was ich hier als Kunde erlebe, ist natürlich für meine Arbeit äußerst interessant und nützlich. Wie ihr nämlich aus meiner Biografie entnehmen könnt, arbeite ich für T-Systems im Automotive Bereich. Dort haben wir ein neues Produkt für den Automotive-Markt entwickelt. Alles digital, Cloud-basiert und online.

Ich möchte Euch von einem der Module des Produktes Customer Experience Management (CEM) Automotive erzählen, dass sich exakt mit dem Thema Smartphones im Ausstellungsraum beschäftigt und ein neues Kundenerlebnis in den Showroom beim Händler bringt.

Showroom Proximity der T-Systems

Mit Showroom Proximity kann der Kunde sich alle gewünschten Fahrzeuginformationen direkt auf seine Smartphone-App (CEM) laden oder eine Probefahrt direkt darüber vereinbaren. Einfach, ohne eigene Fotos zu machen oder womöglich noch Notizen ins Smartphone einzutragen. Wie sagt man doch so schön: Digitalisierung. Einfach. Machen (CeBIT 2016).

Das Autohaus Tölke und Fischer in Krefeld hat die Lösung bereits im Einsatz. Peer Henke, Projektmanager im Autohaus erklärt uns genau wie die Lösung funktioniert: „Der normale Kunde von heute kommt nicht mehr unwissend zu uns, sondern er weiß über das Internet genau, was er möchte. Er geht meist gezielt auf das Objekt der Begierde zu und kennt diverse Konfigurationsmöglichkeiten. Erst dann sucht er das Gespräch mit einem Verkaufsberater.“ Mit CEM Automotive wird nun der Verkaufsraum und die persönliche Beratung mit digitaler Information verknüpft. Der digitale Schlüssel zum Erfolg: ein weißes, rundes Gerät auf dem Armaturenbrett, ein sogenannter Beacon. Betritt ein Besucher den Verkaufsraum, kann er eine kostenlose App für Smartphones herunterladen. Nähert er sich einem Auto, sendet der Beacon darin seine Kennung an die App. So erhält der Interessent alle Informationen, Fotos und Videos zu dem Modell – auch, wenn gerade einmal kein Berater in der Nähe ist. Die Daten lassen sich auch im Nachhinein wieder abrufen, zum Beispiel um sich zuhause in Ruhe zwischen mehreren Fahrzeugen zu entscheiden. Auch kann sich der Kunde über Angebote informieren, die das Autohaus beispielsweise in anderen Niederlassungen oder auf dem Außengelände stehen hat. „Der Kunde möchte mehr über sein Smartphone machen und wir bieten ihm die Möglichkeit dazu – und das in Kombination mit dem persönlichen Kontakt“, sagt Henke. „So bringen wir beide Welten zusammen.“

Und jetzt ist es natürlich für den Händler interessant, da dieser über eine Web-Oberfläche einsehen kann, welcher Kunde sich für welche Fahrzeuge interessiert hat. Leadgenerierung ist damit kein Aufwand mehr und der Händler kennt seine Besucher und potentiellen Kunden auf Knopfdruck.

Ja, ganz ehrlich, so einfach kann Digitalisierung umgesetzt werden. Und außerdem noch Gewinnbringend. Der Händler gibt seinen Kunden die Möglichkeit ihr Smartphone auch beim Autokauf oder bei der Auswahl des Fahrzeugs zu nutzen, sammelt im Gegenzug Leads und ist top modern und digital ausgestattet. Wenn das mal nicht der Durchbruch ist in der digitalen Welt des Autoverkaufs!

1 Kommentar

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    Roger Schmidbauer 4. November 2016 9:46

    Bestimmt war der Authändler den Du besucht hast im Schwarzwald im ganz dunklen Wald 🙂 Sonst kalppt das schon ganz gut. 🙂

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