Hermann Hänle
13. Oktober 2015 0
Automotive

Automotive goes Big Data – Füllhorn der Chancen

Big Data ist eines der aktuellen „magischen“ Themen der IT. Es gibt nahezu kein Einsatzfeld, in dem nicht massenhaft Daten anfallen. Daten, denen man mit modernen IT-Methoden geschäftsrelevante Informationen entlocken kann. Oder die die Nutzung von Produkten und Diensten optimieren können. In der Automobilbranche gibt es eine Fülle von Einsatzmöglichkeiten für Big Data.

Das vernetzte Auto als Datenerzeuger

Jedes Auto übermittelt jeden Monat im Schnitt vier MB an Daten an zentrale IT-Systeme. Das zumindest hielten die Kollegen von Industry Solutions Automotive & Mobility bereits 2013 fest. Und prognostizierten gleichzeitig ein zügiges Anwachsen des Datentransfers um drei Zehnerpotenzen für die nächsten Jahre. Verantwortlich dafür sind in erster Linie Telematiksysteme, die sich laufend ein aktuelles Bild von der Umgebung machen müssen (oder sollten). Aber auch viele Elektrokomponenten und Einzelteile geben immer häufiger eine Lagemeldung von der „Front“. Zentrale IT-Systeme werten diese rohen Daten aus und erzeugen ein umfassendes Bild der Realität. Beim connected car beispielsweise zur Unfall- oder Stauvermeidung, aber auch für das frühzeitige Erkennen technischer Probleme.

Umfassende Vernetzung – das Auto als wichtiger Bestandteil

Diese Entwicklung entspricht genau dem, was Gartner in seinen topaktuellen Top Ten Tech Trends formuliert hat: Die virtuelle und die reelle Welt verschmelzen immer mehr und Menschen bewegen sich durch eine durchgängig vernetzte Welt. Eine der „Devices“, die den kontinuierlichen Kontakt in das digitale Universum hält, ist – wie nicht anders zu erwarten und explizit erwähnt – das Auto.

Daten, Daten und nochmals Daten – Big Data

Auch wenn Gartners Thesen wohl noch eher Zukunftsmusik sind, so haben wir doch mit dem Thema Big Data die ersten Seiten dieser Partitur schon aufgeschlagen. Big Data fokussiert momentan darauf, wie IT technische Hürden überwindet, was Menge und Verschiedenartigkeit der zu kombinierenden Daten angeht. Aber die nächsten Motive sind dabei schon vorgedacht: Wie können auf Basis der Analysen Mehrwerte für das automobile Ökosystem entstehen – nicht nur für den Fahrer?

Big Data für das Automotive-Ökosystem von morgen

Für den OEM beispielsweise heißen die Fragen: Wie kann sich mein Geschäftsmodell verändern? Womit werde ich in zehn Jahren Geld verdienen? Big Data wird darauf nicht unbedingt die Antwort haben, aber es wird definitiv Bestandteil der neuen Angebote werden. Zum Beispiel, wenn sich OEMs zu Mobilitätsdienstleistern entwickeln. Und es wird auch einen Beitrag leisten, um die Effizienz der Produktion zu steigern. Oder um Marketing- und Vertriebskampagnen zu optimieren.
Wie der Fahrer eines Autos zukünftig von Big Data profitieren wird, hat unser Experte Sven Löffler schon im Big-Data-Blog ausgeführt.
Um den Endnutzer und den Automobilbauer herum existiert aber noch ein ganzes großes Ökosystem aus Mitwirkenden wie beispielweise Händlern und Serviceorganisation. Auch dort existieren Aufgaben, die schon immer wahrgenommen wurden, aber aufwändig von Hand oder aber aus dem Bauch heraus (dann aber meist nicht mit dem optimalen Ergebnis). Ein anschauliches Beispiel ist die Restwert-Ermittlung von Autos. Statt umfangreicher Recherchen und traditioneller Datenbanken, die die Realität nur unzureichend widerspiegeln, können Big-Data-Analysen riesige Datenberge nach spezifischen Modellen, Regionen und Dutzenden anderer Parameter durchforsten. Am Ende steht nur ein Wert: Der optimale Restwert für den Gebrauchtwagen. Damit sind Händler immer auf der sicheren Seite und kennen ihre Spielräume im Preispoker für An- und Verkauf ganz genau.

Daimler Big Data Day

Big Data Day
Daimler hat die bahnbrechende Bedeutung von Big Data erkannt und lädt seine IT-Partner am 13. Oktober zum Gedankenaustausch. Dabei illustriert der schwäbische Automobilkonzern, wie er heute schon Big Data erfolgreich und nutzbringend einsetzt, will aber ganz bewusst auch aktuelle Innovationen sichten und den Faden weiterspinnen, wohin die Big-Data-Reise gehen kann. Wir gehen beispielweise an den Start mit einer Lösung für das After-Sales-Geschäft. Sie hilft den Werkstätten und Händlern dabei, ihre Kunden genau dann aktiv anzusprechen, wenn jene ihre Dienste brauchen. Das führt zu direkten Aufträgen und schafft Kundenbindung.
Und damit leistet das „diffuse“ Big Data ganz handfest Beiträge für das, was jeden Autohändler und jede Werkstatt beschäftigt: Den richtigen Service zum richtigen Zeitpunkt anbieten, um den Vertriebsaufwand zu minimieren, aus der reaktiven Rolle in eine aktive zu kommen und dem Kunden als vorausschauender Partner zur Seite zu stehen, damit man beim nächsten Autokauf wieder erste Wahl ist.

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